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BeitragVerfasst: Montag 20. Mai 2019, 15:35 
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Edelschrauber
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Der Tischler aus dem Video bietet auch Sets zur Oberflächenbehandlung an - wäre schon spannend. Schaue mich gerade durch alle Videos - vielleicht doch Schellack??? Die (natürlichen) Zutaten kann man bei ihm bekommen. Total genial!

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. Mai 2019, 13:32 
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Edelschrauber
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Hosenkürzer hat geschrieben:
Hallo Nicole,

beim Schleifen des Tisches würde ich SEHR vorsichtig sein. Furniere gibt es in ganz unterschiedlichen Dicken (manche weniger als 1mm). Würde Handschliff anfangs mit 120, dann 240 - 360 empfehlen.
Oder extrem vorsichtig mit Exzenterschleifer.
Am schönsten wäre dann natürlich eine Schellackpolitur, aber das erfordert Geduld, Übung und Kontemplation. Wenn Du das auf Dich nimmst, ist es aber lohnend. Anleitungen gibts zuhauf im Netz.
Sehr gut finde ich diesen Kanal:

https://www.youtube.com/user/tracheide2/featured

lG Helmut
Der Mensch ist der Hammer - ich habe so viel über Holzrestauration gelernt - kann von seinen Videos nicht genug bekommen. Leider redet er sehr monoton, so dass die Videos ein echt gutes Schlafmittel sind. Cool ist, dass man die Materialien auf seiner Seite auch einzeln bestellen kann. Also doch Schellack!! Hat jemand von euch das schon einmal gemacht?

Das ist übrigens der Dreck, den der Alkohol aus dem Tisch zieht:
Dateianhang:
k-20190519_181323.jpg
Meine Riemenzange ist da!!!! Jetzt kann ich den Riemen fachgerecht kürzen. Die Schere ist nicht mehr die neueste - aber sie funktioniert noch hinreichend gut.
Dateianhang:
k-20190521_132139.jpg
Dateianhang:
k-20190521_132152.jpg
Dateianhang:
k-20190521_132201.jpg
Was denkt ihr, aus welchem Holz das Tisch-Furnier besteht?


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. Mai 2019, 17:50 
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Edelschrauber
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Sieht ziemlich nach Eiche aus.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. Mai 2019, 17:54 
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Edelschrauber
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Ich persönlich würde kein Schellack nehmen. Schellack richtig auftragen und polieren ist eine Kunst die man nicht mal eben so erlernen kann. Da braucht es viel Gefühl und einige Erfahrung.

Es gibt heutzutage viel modernere Mittelchen die sich leichter auftragen lassen und das gleiche Ergebnis hervorrufen, bei wesentlich weniger Empfindlichkeit.

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BeitragVerfasst: Dienstag 21. Mai 2019, 20:03 
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Aber so eine Zange is schon was feines. Gell Nicole biggrin

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Elna supermatic, ZZ und SU sind meine Hauptmaschinen, Singer 66, Singer-Klon von Rast & Gasser, Kayser L und noch so einige biggrin biggrin biggrin


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BeitragVerfasst: Dienstag 21. Mai 2019, 23:26 
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Edelschrauber
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carco hat geschrieben:
Ich persönlich würde kein Schellack nehmen. Schellack richtig auftragen und polieren ist eine Kunst die man nicht mal eben so erlernen kann. Da braucht es viel Gefühl und einige Erfahrung.

Es gibt heutzutage viel modernere Mittelchen die sich leichter auftragen lassen und das gleiche Ergebnis hervorrufen, bei wesentlich weniger Empfindlichkeit.
Stimme Carco da unbedingt zu: Eine Schellackpolitur ist sehr arbeitsaufwändig und das Ergebnis nicht immer so, wie man es sich als Anfänger vorgestellt hat. Habe da auch meine eigenen Erfahrungen gemacht. Außerdem ist eine Schellackpolitur sehr empfindlich gegenüber allen Flüssigkeiten. Gibt fast sofort Flecken, wenn man nicht innerhalb von wenigen Minuten die Flüssigkeit entfernt und dann ärgert man sich tierisch angesichts der Arbeit, die man investiert hat. Gilt übrigens auch für Ballenmattierung. Nicht umsonst haben viele alte Nähmaschinentische und -schränke Wasserflecken...

Eine Schellackpolitur würde ich nur in Erwägung ziehen bei einem Holz wie Mahagoni, das eine sehr glatte Oberfläche und kaum Struktur hat - also wie bei auf Hochglanz polierten englischen Antiquitäten. Da ist sie dann allerdings auch unübertroffen, wenn fachgerecht ausgeführt. Bei einer Eichenholzoberfläche mit einer weniger glatten Oberfläche und viel Struktur kann die Schellackpolitur ihre Vorzüge nur bedingt ausreizen.

Ich nehme für meine Nähmaschinentische bzw. -schränke immer einen matten Klarlack, den ich, mit Zwischenschliff mit 240er bzw. 360er Schleifpapier, ca. dreimal auftrage. Ergibt eine Oberfläche wie die eines Babypopos und ist im Ergebnis nur für Experten von einer Schellackmattierung zu unterscheiden und vor allem widerstandsfähig. Manchmal mische ich den matten Klarlack auch mit etwas hochglänzendem Klarlack, wenn die Oberfläche einen etwas stärkeren Glanz bekommen soll. Das habe ich z.B. bei diesem Nähmaschinenschrank gemacht:
viewtopic.php?f=25&t=3111&hilit=Reimportierte+Pfaff+130

Beim dreimaligen Lackieren kann man diese Mischung auch variieren, wenn etwa der erste Lackauftrag zu matt oder zu glänzend geworden ist. Ich habe mit dem Klarlack von 'Poco Domäne' gute Erfahrungen gemacht, 1 l kostet € 9.99. Wichtig ist natürlich auch ein guter Pinsel. Muss auch nicht teuer sein, aber sollte auch nicht 'haaren'.

Wofür Du Dich entscheidest, kommt aber natürlich auch drauf an, wie wichtig Dir die 'Authentizität' im Verhältnis zur 'Belastbarkeit' ist...

Und ansonsten: Stimme auch 'Hosenkürzer'/Helmut zu bzgl. der Warnung, zu massiv beim Schleifen vor gehen: Ehe Du Dich versiehst, ist die oberste Furnierschicht durch...! 120er bis 360er Schleifpapier ist i.O.

Gruß Karin

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Maschinen: Adler: 5-27 , 37-7 / Anker: 2 x RZ / Bernina: 125, 1020, 950 / Gritzner: GU Zaubermatic, GUL / Pfaff: 15, 30, 38, 130, 230, 338, 260, 362, 138, 122, 142, 483 / Phoenix: 3 – 78, Universa 249 / Singer: 29 K 27 und andere in Bearbeitung...


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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Mai 2019, 09:30 
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Huhu zurück und danke für die Rückmeldung.
@Katis: Deshalb habe ich das Holz auch mit Alkohol gereinigt. Werde jetzt nur noch mit etwas 180er Papier von Hand nachschleifen. Hoffentlich erhalte ich genug Schleifstaub, um die Wurmlöcher mit Knochenleimkitt schließen zu können. Cooler Schrank übrigens - hatte ihn schon gesehen und bewundert. Moderner Lack ist definitiv nicht aus dem Rennen. Das entscheide ich aber, wenn der Untergrund vorbereitet ist.

Weiterer Plan:
- Löcher im Furnier so vorbereiten, dass ich Flicken anpassen kann.
- Flicken mit Knochenleim einpassen.
- evtl. Grundierung mit verdünntem Schellack
- schauen wie uneben die Oberfläche ist und ob es überhaupt Sinn macht, über was anderes als konventionellen Klarlack nachzudenken.

@carco: Denke Eiche wird passen. Zum Lack: Ich weiß, dass es schwer wird und das Eiche auch nicht das richtige Holz ist. Werde mich ran tasten und wenn die Oberfläche vorbereitet ist, entscheiden. Die Sache ist, dass wenn ich immer darauf gehört hätte, Dinge nicht zu tun, weil der Erfolg unwahrscheinlich ist - mir viel entgangen wäre. angel ... vielleicht nutze ich den Tisch als Trainingsfläche. Mit Lack drüber gehen, geht ja immer - oder?

@Benno: noch mal Danke für den Link.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Mai 2019, 13:41 
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Edelschrauber
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Hallo Nicole,

wenn du lackieren möchtest, darf vorher kein Schellack auf dem Holz eingearbeitet werden, auch nicht als Grundierung. Es gibt aber auch eine Alternative die bisher nicht angesprochen wurde, aber durchaus sehr gute Effekte und Eigenschaften erzielt, vor allen Dingen auf Eiche.

Briwax Antikwachs: https://www.ebay.de/itm/182187547362

Das Zeug benutze ich bereits seit 25 Jahren. Wurde mir damals von einem Möbelrestaurator emfpohlen. Es wird mit einem Pinsel aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit wird die Oberfläche mit einem Tuch poliert. Sieht sehr gut aus und ist recht beständig.
Ich kenne bisher nichts besseres.

Meinem alten Klavier mit Kaukasisch Nußbaum Furnier habe ich vor einigen Jahren mal eine neue Schellack Politur gegönnt.
Der der es damals gemacht hatte war ein Spezialist aus Polen der schon für einige Museen gearbeitet hatte.
Das ging über mehrer Tage und das Ergebnis war perfekt. Ich gehe normalerweise auch an alles dran, aber dafür war mir das Klavier zu wertvoll. Ich würde bei Bedarf auch wieder jemanden kommen lassen.

Mit dem Briwax erzielst du auch sehr gute Ergebnisse, ohne das du etwas falsch machen kannst.
Dateianhang:
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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Mai 2019, 14:06 
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Edelschrauber
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Okay - dann grundiere ich mit dem Knochenleim - also schon vor der Oberflächenbehandlung - um einen Grund in das Holz bringen - also vor dem Füllen der Ritzen und Löcher.

Tolle Idee: Wachs finde ich vor allem für Eiche auch schön. Ich würde dann aber Bienenwachs verwenden. Was ich nicht verstehe ist, was ihr gegen Leinöl habt. Eventuell 3 Schichten Leinöl und 3 Holzöl. Das schützt wohl sogar vor feuchtem Metall, wenn es komplett durchgehärtet ist. Was spricht dagegen?

Liebe Grüße

Nicole

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BeitragVerfasst: Mittwoch 22. Mai 2019, 16:49 
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Hallo Nicole,

Briwax ist Bienenwachs! Und wie schon geschrieben, ich kenne nichts besseres.

Warum mit Knochenleim grundieren?

Der abgebildete Schrank ist etwa 140 Jahre alt. Vor 29 Jahren habe ich den bei einem Antik-Händler gesehen und gekauft. Er kam gerade aus dem Laugenbecken und war noch ziemlich hell. Eiche natur. Mochte ich so aber nicht.
Also sagte ich ihm er solle den Schrank beizen. Etwas dunkler als Honigbraun. Machte er auch. Sah auch nicht schlecht aus.

Dann habe ich einige Zeit für einen Antik-Händler gearbeitet. Der war Brite und fuhr seinerzeit ein bis zweimal im Monat nach Schottland, um dort alte Möbel zu kaufen.
Er brachte mir diesen Briwax mit und nannte das Zeug Zaubermittel.

Also bearbeitete ich den Schrank damit und musste zugeben, das er recht behielt. Das Zeug ist ein Zaubermittel. Wenn Du den Farbton erreicht hast, den du haben wolltest, sei es durch anschleifen oder beizen, dann bringt dir der Wachs den Spiegel des Holzes hervor. Du kannst die Oberfläche hochglanz polieren. Das Zeug hält den Glanz über lange Zeit und ist sehr widerstandsfähig.

Wurmlöcher, wenn nicht zu viele und zuviel zerstört, würde ich lassen. Gehört zum Alter.

Furnier nur soweit rep. wie es möglich und nötig ist. Dafür kannst du dann den Knochenleim benutzen.

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