Naehmaschinentechnik-Forum

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BeitragVerfasst: Samstag 13. Februar 2021, 11:09 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

Registriert: Donnerstag 10. September 2020, 22:33
Beiträge: 291
Hallo,

mir geistert schon seit geraumer Zeit die Idee durch den Kopf eine Nähmaschine zur Drehbank umzufunktionieren.

Gibts da schon Erfahrungen zum Umsetzen dazu?
Ich muß das Rad nicht zwingend neu erfinden.

Gruss und ein gutes Wochenende
Knopp


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BeitragVerfasst: Samstag 13. Februar 2021, 15:12 
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Handraddreher
Handraddreher

Registriert: Dienstag 30. Juni 2020, 01:14
Beiträge: 50
Ich kenne bisher nur selbstgebaute trafo- & spulenwickelmaschinen aus alten nähmaschinenköpfen.
Was willst Du denn mit der "drehbank" dann machen?


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BeitragVerfasst: Samstag 13. Februar 2021, 22:43 
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Einfädler
Einfädler
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Registriert: Samstag 30. November 2019, 21:46
Beiträge: 82
Wohnort: Herren-Werve
Ich meine bei Youtube schonmal ne Drechselbank aus einer Nähmaschine gemacht, gesehen zu haben. Aber ich denke da gibt es eine bessere Ausgangsbasis!

_________________
Det, Twassbrake und Nopi, ich möchte mich eurem "Chor" anschließen biggrin:"Ich wünsche mir - hier, im Bereich Maschinentechnik - eigene Foren für Anker, Gritzner und Phoenix!

2 x Phoenix Universa 29,Phoenix 50,Singer 316G,Phoenix 283


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2021, 00:01 
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Edelschrauber
Edelschrauber
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Registriert: Sonntag 6. Januar 2019, 23:12
Beiträge: 1643
Im Bereich der Uhrmacherdrehmaschinen sind die Nähmaschinenmotore wegen ihres Anlassers oft gut zu gebrauchen.

Ansonsten kenne ich noch Nähmaschinen-Umbauten zu Feilmaschinen - das ist gar nicht mal so unclever: Die Hubbewegung ist schon da, und wenn man die Feile hinten gut abstützen kann, wird die ganze Sache auch schön winklig.

Im Gegensatz zu Fräs- und Bohrmaschinen dreht sich auf der Drehmaschine das Werkstück, nicht das Werkzeug. Auch bietet eine Nähmaschine "nur" eine Hubbewegung.

Ich frage mich, wie Du da auf eine Drehmaschine kommst. Es stimmt allerdings, dass die Welle oben super gelagert ist und somit eine gute Spindel abgeben könnte...

Aber glaube mir: Drehmaschinen (also Werkzeugmaschinen sowieso, aber Drehmaschninen im Besonderen) sind ein Thema für sich: Spitzenhöhe, Spitzenweite, Drehzahlen, Spannzangen, Kreuzsupport, Höhensupport, Handstichelauflage, Reitstock, Leit- und Zugspindel, Drehmeißel, Drehherzen, Planscheiben... Puh - da kommt echt was zusammen! Meist kostet das Zubehör mehr, als die Maschine selbst.

Es ist wie mit allem anderen auch: Erst muss das Ziel definiert werden. Dann kommt noch ein Schluck Reserve oben drauf, dann kommt der Blick aufs Konto. Und oft genug folgt dann ein Fehlkauf.

Führe Deine Gedanken aber mal weiter aus, bitte - bin gespannt!

_________________
Beste Grüße!

Michael


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2021, 09:18 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

Registriert: Donnerstag 10. September 2020, 22:33
Beiträge: 291
mahlekolben hat geschrieben: *
...Nähmaschinenmotore wegen ihres Anlassers oft gut zu gebrauchen.
Es stimmt allerdings, dass die Welle oben super gelagert ist und somit eine gute Spindel abgeben könnte...
Ganz grob umrissen wäre das Ziel:
Material einspannen und auf Maß ab- oder ausdrehen/zurichten mittels Handstichel
Gewinde schneiden bei ordendlicher Materialaufnahme (ohne Motor)
Was sich an Zusatznutzen ergäbe wäre ein Goody.
Alles andere wäre zuviel erwartet.
Anstatt Spannzangen, Bohrkopf verwenden (Gewinde zur Aufnahme wäre bei der Nähmaschine i. a. R. vorhanden.

---
Sägen, Feilen, Schleifen von Kleinteilen mittels Hubbewegung exakt winklig arbeitend hätte durchaus auch was... abhängig von den Qualitäten der Nadelstange etc. War aber nicht mein primärer Gedanke weil auch bisher kein unlösbares Problem.

Gruss Knopp


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2021, 14:56 
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Edelschrauber
Edelschrauber
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Registriert: Sonntag 6. Januar 2019, 23:12
Beiträge: 1643
Dann wäre Dein Weg eigentlich nur, ein Maschinenbett rechts von der Maschine anzubringen. Ob das geometrisch korrekt zur Spindel so einfach möglich ist... Naja, eine Aufgabe wird's sicherlich sein.

Eine Handstichelauflage ist auch nicht zu unterschätzen, immerhin muss sie zum Drehstück verstellbar sein, wenn Du mit dem Stichel passend arbeiten können willst.

Ein Spannfutter muss in Deiner Spindel super genau rund laufen und es muss super genau greifen. Gute Spannfutter gibt's hier (aber nicht nur!): kochmaschinenbau.de

Zum Gewindeschneiden brauchst Du ein durch einen Zahnradsatz veränderliches Getriebe, um verschiedene Übersetzungen an eine Leitspindel zu geben, die Dir einen Kreuzsupport parallel zum Werkstück und in Abhängigkeit der Spindelumdrehung verschiebt. Nur so bekommst Du ein regelmäßiges Gewinde hin. Den Kram kannst Du Dir aber sparen, wenn Du Gewindebohrer für die Innen- und Schneideisen für Außengewinde nutzt.

Für eine schöne Oberfläche müsste alles ab, was einen runden und gleichmäßigen Lauf verhindert (Antrieb des Transporteurs und der Nadelstange, Mimik des Fadenhebels...), auch würde ich die Schnurkette gegen einen Riemen tauschen wollen.

Die Maschine wäre nur für kleinere Drehteile brauchbar, bei denen aber gerne mal Drehzahlen jenseits der 1.500 Umdrehungen/Minute nötig werden (Lager?). Nochmal Lager: Die Spindellagerung wird nicht für axial auftretende Kräfte ausgelegt sein, wie sie z.B. beim Plandrehen an der Stirn auftreten.

Längere Drehteile erfordern eine durchbohrte Spindel.

(...)

Zum ersten Spänefliegenlassen und für nur mal eben so reicht häufig schon eine Tischbohrmaschine. Sonst kaufe Dir lieber eine Drehmaschine, wie Du sie brauchst. Für den Anfang reicht sicherlich ein günstiges China-Ding mit Prismenbett und Zugspindel, es muss nicht gleich Schaublin drauf stehen biggrin

Hier noch zwei Schräubchen, die ich auf meiner Andrä-Zwingenberger gemacht habe (nur so zum Anfixen...):

Dateianhang:
20180926_011829.jpg
Dateianhang:
20180926_015150.jpg
Dateianhang:
IMG_7600-2-kl.JPG
Dateianhang:
IMG_7601-3-kl.jpg


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

_________________
Beste Grüße!

Michael


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2021, 16:22 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

Registriert: Donnerstag 10. September 2020, 22:33
Beiträge: 291
Hallo Michael,

danke für die Infos und Bilder, da hast Du Dich gut ausgestattet. Klasse fotografische Darstellung von Größenverhältnissen.
Du siehst in welche Richtung es gehen könnte - nicht muss. Umdenken ist durchaus legitim. Schneideisen und Gewindebohrer hat es.
Überlegungen zur insbesondere seitlichen Belastbarkeit der Spindel muss man unbedingt anstellen - und klar sind Nähmaschinen dafür nicht gemacht... Bislang hab ich gar keine Schnurkettenmaschine...
im Haushalt (das fände ich für den Zweck auch nicht wirklich geeignet).

So, das lass ich mal alles sacken und guck parallel mal was so angeboten wird... shy

Gruß Knopp


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2021, 16:54 
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Edelschrauber
Edelschrauber
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Registriert: Sonntag 6. Januar 2019, 23:12
Beiträge: 1643
Machen find' ich spannender, als haben. Manchmal muss man aber auch was haben, um was machen zu können. Das Ergebnis ist das Ziel des Wegs dorthin.

(Mahlekolben, großer Philosoph des 21. Jahrhunderts biggrin )

Suche Dir eine der besseren China-Drehen aus und nimm sie gleich mindestens eine Nummer größer. Beachte dass das Zubehör mehr kosten wird, als die Maschine.

Eigentlich wird nur noch in Asien produziert, Europäische Maschinen sind quasi unbezahlbar. Hier und dort werden mal bessere, mal schlechtere Motore und Elektroniken verbaut, hier und dort werden Maschinen vor Auslieferung auch auf ihre Maßhaltigkeit geprüft, der eine oder andere Hersteller tauscht das Spannfutter aus, baut bessere Lager ein oder nimmt nur ein andersfarbiges Fett.

Gut brauchbare Maschinen (für die Werkbank im Keller) bauen z.B. Wabeco und Optimum, für den Anfang reicht vielleicht auch schon Proxxon - sooo grottig sind die gar nicht. Gebrauchte Maschinen müssen erst geprüft werden.

Ein absolutes Nonplusultra (aber auch wieder unbezahlbar) sind aufbereitete Uralt-Maschinen - lies Dich hier mal ein, ist spannend: ruemema.de

Die eine Maschine für alle Arbeiten gibt es nicht. Es kann aber eine geben, die die meisten Anforderungen unterstützt - daher darf die zu Beginn nicht zu klein und nicht zu einfach gewählt werden. Und dann gibt's noch welche für Deine Spezialfälle.

Wer rechnet, lässt machen. Wer unabhängig sein will, zahlt.

Melde Dich gerne, wenn ich ein wenig mitdenken soll!

mx

_________________
Beste Grüße!

Michael


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2021, 17:43 
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Edelschrauber
Edelschrauber
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Registriert: Dienstag 20. März 2018, 20:23
Beiträge: 1126
Wohnort: Gauting bei München
Wabeco produziert in Remscheid, Proxxon in Luxemburg,
ich habe einige Maschinen da gekauft und abgeholt, ist auch von der Teileversorgung gut.
https://ar-tec.de/

_________________
kein Import von Soja, Rindfleisch und Holz zum Schutz der Regenwälder
im Einsatz: Pfaff Jeans, OL AEG NM 760A, die Anderen kommen und gehen angel
Moderator in http://www.werkzeug-news.de/forum


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. Februar 2021, 18:24 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

Registriert: Donnerstag 10. September 2020, 22:33
Beiträge: 291
Zu Hause stand früher eine Boley Leinen und später zusätzlich ein Kreuztisch mit Tischbohrmaschine von Proxon.

An Wabeco hatte ich nicht gedacht... die kannte ich unter einem ganz anderen Segment seit 2017 dort als Webeco (Med.) firmierend.

Eines ist dabei keine Kunst: sich in dem ganzen lieferbaren Zubehör zu verlieren... shy
Nice to have, but not necessary


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