Naehmaschinentechnik-Forum

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BeitragVerfasst: Freitag 11. Januar 2019, 10:55 
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Edelschrauber
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dieter kohl hat geschrieben:
es kommt mir vor, daß nach den Bildern der anlasser eine min/max-Schaltung hat
das Schaltbild ist aber ohne diesen schalter !
Ja, das Schaltbild ist für einen rein elektromechanischen Fußanlasser. Der Fußanlasser von Chris ist aber mit einiger Sicherheit ein elektronischer, die Spule und (wahrscheinlich) ein Thyristor (roter Pfeil im Bild) deuten darauf hin:
Dateianhang:
ELNA Platine.JPG
Da der Widerstand abgeraucht ist, könnte auch zusätzlich der Thyristor defekt sein - oder ein anderes Bauteil.

Viele Grüße, Gerd


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BeitragVerfasst: Freitag 11. Januar 2019, 20:49 
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dieter kohl hat geschrieben:
serv

es kommt mir vor, daß nach den Bildern der anlasser eine min/max-Schaltung hat

das Schaltbild ist aber ohne diesen schalter !
Ja genau, meiner hat die min/max Schaltung. Ich hatte Eddi von occaphot-ch angeschrieben, der mir einen tollen Link zu seiner Reperatur Anleitung für Elna Fußanlasser geschickt hat.
Aber leider ist genau bei der 3. Generation das Bild so klein das ich nicht den Wert des Wiederstandes erkennen kann.

Für alle anderen die an der Reperatur einen Elna Fußanlassers interessiert sind ist hier alles wichtige beschrieben.

https://www.occaphot-ch.com/bernina-ori ... e-manuals/


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BeitragVerfasst: Freitag 11. Januar 2019, 20:56 
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GerdK hat geschrieben:
dieter kohl hat geschrieben:
es kommt mir vor, daß nach den Bildern der anlasser eine min/max-Schaltung hat
das Schaltbild ist aber ohne diesen schalter !
Ja, das Schaltbild ist für einen rein elektromechanischen Fußanlasser. Der Fußanlasser von Chris ist aber mit einiger Sicherheit ein elektronischer, die Spule und (wahrscheinlich) ein Thyristor (roter Pfeil im Bild) deuten darauf hin:
ELNA Platine.JPG
Da der Widerstand abgeraucht ist, könnte auch zusätzlich der Thyristor defekt sein - oder ein anderes Bauteil.

Viele Grüße, Gerd
Hallo Gerd, genau so ist es. Der Triac dürfte ein TAG 1-400 sein den man auch noch bekommen kann, der gelbe Kondensator hat 100nf bei 250V und dürfte für die Funkentstörung zuständig sein. Der zweite Kondensator ist ein 22uf 16V sonst gibt es nur noch zwei Dioden und der Rest sind Wiederstände. Da lässt sich die Fehlersuche gut eingrenzen.

Viele Grüße
Chris


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BeitragVerfasst: Freitag 11. Januar 2019, 21:18 
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Chris09 hat geschrieben:
Hallo Gerd, genau so ist es. Der Triac dürfte ein TAG 1-400 sein den man auch noch bekommen kann, der gelbe Kondensator hat 100nf bei 250V und dürfte für die Funkentstörung zuständig sein. Der zweite Kondensator ist ein 22uf 16V sonst gibt es nur noch zwei Dioden und der Rest sind Wiederstände. Da lässt sich die Fehlersuche gut eingrenzen.

Viele Grüße
Chris
Korrekt. Den Thyristor gäbe es z.B. hier:
https://www.ebay.de/i/232571846071?chn=ps
Auch die Diode, die in Eddies Bild eine "EM508" ist kann man gut durch eine Diode Typ UF4006 ersetzen (wenn man schon mal am Löten ist, die Diode kostet ja nix smile ). Die Zenerdiode "BZ.."..irgendwas sollte noch OK sein, vermute ich. Im Fußpedal ohne Schalter ist der besagte Widerstand ein 470 kOhm, aber ich glaube nicht, dass er in Deiner Version diesen Wert hat. Denn dann könnte er kaum durchbrennen, denn selbst bei 230 V ginge da nicht genug Strom durch, um den abzufackeln. Also ist er vermutlich kleiner. Schade, bis dahin war es einfach, aber der fehlende Widerstandswert macht es schwierig dodgy

Viele Grüße, Gerd


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BeitragVerfasst: Freitag 11. Januar 2019, 22:40 
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Einfädler
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Hallo,
der Widerstand hat wahrscheinlich 18k (eine Schaltungssimulation bringt vernünftiges Verhalten mit 10k-22k), man meint am Bild auch braun/grau vor der verbrannten Stelle erkennen zu können. Ein 1/2W-Typ würde an der Grenze betrieben, da solltest Du kein Dauer-Schnellnäher sein, nehme 0.6 bis 1W.

Der Widerstand wird dann überlastet und brennt durch, wenn der Schalter auf 'schnell' steht, das Pedal voll durchgedrückt wird aber durch einen Defekt der Thyristor nicht zündet. Also gilt es, das defekte Bauteil zu finden. Dazu muss nicht alles ausgetauscht werden. Du benötigst nur ein einfaches Multimeter, optimal mit Kapazitätsmessbereich.

Den gelben Folienkondensator kann man durch Messung auf Kurzschluss ausschließen, ein Kurschluss hätte ein anderes Fehlerbild, da wäre der am Platinenrand neben dem Thyristor sitzende 1k2 verbrannt. Eventuell kannst Du ja die Kapazität noch messen. Ein Kapazitätsverlust könnte den Thyristor zerstören (Überspannung).

Wenn über dem Elko kein Kurzschluss zu messen ist, ist auch der nicht die Ursache. Wenn der keine Kapazität mehr hätte, hättest Du nur Vollgas.

Die Zenerdiode ist dann heil, wenn mit der Diodenmessfunktion des Multimeters die Flussspannung (0,5 bis 0,8V) zu messen ist. Dann wird auch die Zenerspannung noch stimmen.

Die schwarze Diode in der Ecke sollte kein Kurzschluss haben. Ist sie unterbrochen, würde gar nichts funktionieren.

Zwischen keinem der drei Pins des Thyristors solltest Du einen Kurzschluss (<10 Ohm) messen.

Wenn bis jetzt kein defektes Bauteil gefunden wurde und mit dem neuen Widerstand der Anlasser nicht funktioniert, ist der Thyristor defekt. Zum Test aber den Schalter auf langsam stellen und das Pedal nicht unbedingt an den Anschlag drücken.

Ein 1A-Thyristor ist leicht überlastet. Der Steller arbeitet nur mit einer Halbwelle, da treten bei einem 70W-Motor 1.5 - 2A Spitzenstrom auf, bei Überlast mehr. Falls nach obiger Eingrenzung der Thyristor neu zu beschaffen ist, mache den Kühlkörper mal runter und schaue, was eingebaut war. Wenn es ein TAG 1-400 ist, na ja....

Viel Erfolg und Grüße
Rolf


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BeitragVerfasst: Freitag 11. Januar 2019, 23:08 
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Edelschrauber
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Rolf_McGyver hat geschrieben:
..Ein 1A-Thyristor ist leicht überlastet. Der Steller arbeitet nur mit einer Halbwelle, da treten bei einem 70W-Motor 1.5 - 2A Spitzenstrom auf, bei Überlast mehr. Falls nach obiger Eingrenzung der Thyristor neu zu beschaffen ist, mache den Kühlkörper mal runter und schaue, was eingebaut war. Wenn es ein TAG 1-400 ist, na ja....

Viel Erfolg und Grüße
Rolf
Nach den Bildern ist es definitiv ein TAG 1-400. Ich würde den auch ersetzen durch einen Typ, der 4 A Strom kann, auch wenn der evtl. nicht PIN-kompatibel wäre.

Viele Grüße, Gerd


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BeitragVerfasst: Samstag 12. Januar 2019, 14:01 
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Vielen Dank für die vielen Tips von euch , einen modernen 4A Thyristor habe ich mir vorsichtshalber besorgt aber der alte geht noch.
Eine große Hilfe war nochmal Eddi der mir das andere Bild geschickt hat.
Ich habe jetzt die zwei Kondensatoren, da diese leicht altern und den einen defekten Wiederstand durch einen 1.8 KOhm 2W Wiederstand getauscht und es funktioniert wieder lol lol
Dateianhang:
IMG_0715 Kopie.jpg
Dateianhang:
IMG_0716 Kopie1.jpg


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BeitragVerfasst: Samstag 12. Januar 2019, 14:41 
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Klasse. Geht doch nichts über eine gut ausgestattete Werkstatt und die nötigen Kenntnisse dazu.. smile
Viel Spaß damit!

Viele Grüße, Gerd

P.S.: Wäre interessant zu wissen, aus welchem Grund der Widerstand abgeraucht ist. Denn bei Bennos Platine war ja derselbe Fehler aufgetreten..


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BeitragVerfasst: Samstag 12. Januar 2019, 14:44 
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GerdK hat geschrieben:
Rolf_McGyver hat geschrieben:
..Ein 1A-Thyristor ist leicht überlastet. Der Steller arbeitet nur mit einer Halbwelle, da treten bei einem 70W-Motor 1.5 - 2A Spitzenstrom auf, bei Überlast mehr. Falls nach obiger Eingrenzung der Thyristor neu zu beschaffen ist, mache den Kühlkörper mal runter und schaue, was eingebaut war. Wenn es ein TAG 1-400 ist, na ja....

Viel Erfolg und Grüße
Rolf
Nach den Bildern ist es definitiv ein TAG 1-400. Ich würde den auch ersetzen durch einen Typ, der 4 A Strom kann, auch wenn der evtl. nicht PIN-kompatibel wäre.

Viele Grüße, Gerd
Hi Gerd, kennst du zufälliger Weise die Pinbelegung des TAG 1-400?

Gruß Chris


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BeitragVerfasst: Samstag 12. Januar 2019, 14:45 
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Rolf_McGyver hat geschrieben:
Hallo,
der Widerstand hat wahrscheinlich 18k (eine Schaltungssimulation bringt vernünftiges Verhalten mit 10k-22k), man meint am Bild auch braun/grau vor der verbrannten Stelle erkennen zu können. Ein 1/2W-Typ würde an der Grenze betrieben, da solltest Du kein Dauer-Schnellnäher sein, nehme 0.6 bis 1W.

Der Widerstand wird dann überlastet und brennt durch, wenn der Schalter auf 'schnell' steht, das Pedal voll durchgedrückt wird aber durch einen Defekt der Thyristor nicht zündet. Also gilt es, das defekte Bauteil zu finden. Dazu muss nicht alles ausgetauscht werden. Du benötigst nur ein einfaches Multimeter, optimal mit Kapazitätsmessbereich.

Den gelben Folienkondensator kann man durch Messung auf Kurzschluss ausschließen, ein Kurschluss hätte ein anderes Fehlerbild, da wäre der am Platinenrand neben dem Thyristor sitzende 1k2 verbrannt. Eventuell kannst Du ja die Kapazität noch messen. Ein Kapazitätsverlust könnte den Thyristor zerstören (Überspannung).

Wenn über dem Elko kein Kurzschluss zu messen ist, ist auch der nicht die Ursache. Wenn der keine Kapazität mehr hätte, hättest Du nur Vollgas.

Die Zenerdiode ist dann heil, wenn mit der Diodenmessfunktion des Multimeters die Flussspannung (0,5 bis 0,8V) zu messen ist. Dann wird auch die Zenerspannung noch stimmen.

Die schwarze Diode in der Ecke sollte kein Kurzschluss haben. Ist sie unterbrochen, würde gar nichts funktionieren.

Zwischen keinem der drei Pins des Thyristors solltest Du einen Kurzschluss (<10 Ohm) messen.

Wenn bis jetzt kein defektes Bauteil gefunden wurde und mit dem neuen Widerstand der Anlasser nicht funktioniert, ist der Thyristor defekt. Zum Test aber den Schalter auf langsam stellen und das Pedal nicht unbedingt an den Anschlag drücken.

Ein 1A-Thyristor ist leicht überlastet. Der Steller arbeitet nur mit einer Halbwelle, da treten bei einem 70W-Motor 1.5 - 2A Spitzenstrom auf, bei Überlast mehr. Falls nach obiger Eingrenzung der Thyristor neu zu beschaffen ist, mache den Kühlkörper mal runter und schaue, was eingebaut war. Wenn es ein TAG 1-400 ist, na ja....

Viel Erfolg und Grüße
Rolf
Super Tips, vielen Dank Rolf :)

Gruß Chris


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