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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Mittwoch 27. Juli 2016, 23:38 
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Edelschrauber
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Tolles Thema!!

Das hier dürfte für dich auch interessant sein.

http://www.zvab.com/servlet/BookDetailsPL?bi=17479798813&searchurl=hl%3Don%26tn%3Dhandbuch%2520fuer%2520maler%26sortby%3D20%26an%3Dwenzel

Und das hier http://www.mechanicalarts.de/technik-alte-farben-und-lacke/japan-black

In den USA wird zum restaurieren der alten Maschinen mit schwarzer Anilinbeize (anilin dye stain) eingefärbter Schellack benutzt.

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Det, jetzt im Chor:"Ich wünsche mir - hier, im Bereich Maschinentechnik - eigene Foren für Anker, Gritzner und Phoenix!"


Ich hab zu viele Maschinen, die passen nicht alle in die Signatur! :lol27:


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Juli 2016, 08:20 
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Edelschrauber
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auf den zweiten Link hatte mich schon mal jemand hingewiesen.

Da steht mehr drin, als ich beim erstem Mal gesehen habe. Danke.

Die habe ich jetzt auch angeschrieben.

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allerlei schwarze und graue Pfaffs, 2 schwarze Gritzners, 1 grüne Husquarna, 1 moderne, mechanische Bernina, 4 Phoenix Universa 249, 1 Leder-Adler und dann noch 1 kaputte FREIA ... mehr brauche ich eigentlich nicht zum glücklich sein tongue


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 10:35 
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Edelschrauber
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das Blöde ist ... ich vergesse oft manche Details, die schon wusste -- weil's so lange her ist.

Die Leute von "mechanicalarts" (aus dem Link von Twassbrake) haben mir wohl nicht geantwortet (ich habe jedenfalls nichts - weder in meinem Kopf noch in meinem Computer - gefunden)

Eben habe ich eine "Quelle" gefunden, bei der ich mir vorstellen kann, sie könnte hilfreich sein ...

http://industrielack-museum.de/

Die habe ich jetzt auch wieder angeschrieben.

Ihr merkt schon:
In nur wenigen Jahren werden wir alles über die alten, schwarzen Lacke wissen beerchug


Eine Hoffnung von mir ist:
Der Lack wird nur deswegen nicht mehr benutzt, weil er so langsam trocknet (was ja auch ein Nachteil ist boewu )
Aber ansonsten besteht er aus "harmlosen" Substanzen, die einfach zu handhaben sind (dick auftragen und warten) und gaaanz billig lol

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 11:00 
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Edelschrauber
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http://www.kaddi-lack.de

das sind die Betreiber des Museums - ich hatte irgendwann mal Kontakt zu denen weiß aber nicht mehr worum es ging

_________________
Mit'm Öl nich sparsam sein!

--- Singer 111G156 - Singer 307G2 - Singer 29K71 - BUSMC / DVSG 6HM - Singer 34K S.V. 5 - Singer 212G141 - Singer 45D91 - Singer 132K6 - Singer 108W20 - Singer 107W1 ---


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 12:22 
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Edelschrauber
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von "Kremer Pigmente" bekam ich vor Minuten diese Antwort.
Das ist das Ausführlichste, was ich bisher habe. lol

.... es gibt auch Nähmaschinenlacke, nur wird es schwierig die Zutaten zu bekommen, falls Sie das nachzustellen wollen.

Das Tauchlackverfahren beim Lackieren von Nähmaschinengestellen beschreibt Louis Edgar Andés: Praktisches Handbuch für Anstreicher und Lackierer. Wien und Leipzig 1922.

In Louis Edgar Andés: Praktsiches Rezeptbuch für die gesamte Lack- und Farbenindustrie. Wien und Leipzig 1916 finden Sie auf S. 286 einen Nähmaschinengestelllack: "Tauchofenlack für Nähmaschinengestelle usw.: 120 kg gebrannte Umbra und 60 kg bester Asphalt, 1360 kg gekochter Leinölfirnis. Der Asphalt wird in Öl warm gelöst, die Umbra mit Öl verrieben und dem warmen, gekochten Öl zugesetzt. Die nahezu erkaltete Mischung wird entsprechend mit Terpentinöl verdünnt."

Seligmann, Franz/Zieke, Emil: Handbuch der Lack- und Firnisindustrie. Berlin 1910, S. 898:
"Rezept 20. (Nähmaschinen- und Fahrradlack.)
30 Kaurikopal,
30 gekochtes Leinöl (mit Bleizucker und Zinksulfat gekocht).
Diese Schmelze in
100 geschmolzenem amerikanischen Asphalt gießen und bis zum Fadenzug kochen. Dann
1,5 harzsaures Bleimangan
180 Terpentinöl hinzu.

Rezept 21. (Nähmaschinen-Oberteillack.)
12 Hartkopal,
5 syrischer Asphalt,
12 Firnis,
24 Terpentinöl.
Der Kopal wird allein geschmolzen, dann wird der Asphalt, hierauf der Firnis und nach Abkühlung das Terpentinöl zugegeben."

Einen Stearinpechlack, glänzend, ofentrocknend bis 180-200°C beschreibt Erich Stock in seinem Taschenbuch für die Farben- und Lackindustrie sowie für den einschlägigen Handel, Stuttgart 1940, S. 398:
"Stearinpech ...42
Gilsonitasphalt....8
Leinölfirnis.........2
Lackbenzin......48"

Und dann noch den
"Ofenlack für Nähmaschinen, Fahrräder:
50 kg Leinöl,
1,5 kg Bleiglätte bei 240°C,
10 kg Pariser Blau bis 280°C,
50 kg Gilsonitasphalt,
15 kg Holzteer,
130 kg Lackbenzin."
aus: Stock, Erich: Rezepttaschenbuch für die Farben- und Lackindustrie. Stuttgart 1949, S. 150-151
- Ich würde allerdings davon abraten, Pariserblau zu erhitzen.

Falls Sie weiterforschen wollen, denke ich nicht, dass Sie im Internet viel finden werden. Allenfalls in historischen Publikationen, aber auch da habe ich Online auch nicht viel gefunden. Gute Chancen haben Sie in der Bibliothek des Deutschen Museums, die haben viele Bücher über Technik und Industrie, das ist eine Fundgrube für ähnliche Bücher vorhanden sein wie die oben genannten




Die Biliothek vom Deutschen Museum habe ich vor sehr vielen Jahren oft besucht und ein paar für mich sehr erfreuliche Funde dort gemacht.
Zum Beispiel konnte ich 3 Bände über Metall-Technik - von um 1900 - kopieren, die ich mir habe binden lassen.
Da kucke ich gerne rein, weil ich die Beschreibungen weit besser verstehe als die, die heutzutage in Fachbüchern zu finden sind.

Aber inzwischen ist München weit für mich ... boewu

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 14:41 
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Edelschrauber
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Registriert: Dienstag 26. April 2016, 10:06
Beiträge: 1386
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...

das sind jetzt mehrere Rezepte und dazu fallen mir viele Fragen ein ...

eine zum Beispiel ist:

Wenn jemand von "Kremer Pigmente" den Kommentar gibt:
"es wird schwierig, die Zutaten zu bekommen",
dann wird es vermutlich schwierig, die Zutaten zu bekommen.

aus deren Internet-Beschreibung:
"1977 gründete der Diplom-Chemiker Georg Kremer sein Unternehmen, das seitdem zur ersten Adresse für den Bezug historischer Pigmente und Malmittel in der westlichen Welt avancierte"
...wenn die sich nicht auskennen, wer dann huh

eine zweite Frage wäre:
nehmen wir an, alle Rezepte könnte ich nachbauen, ... welches sollte ich auswählen?
Wie finde ich vorher raus, was hinterher rauskommt?

eine weitere:
wenn ich eines auswählen will, dann würde ich gerne das nehmen, welches am wenigsten "bedenklich" ist.
Vom Erhitzen von Pariser Blau wird in dem Schreiben abgeraten ... das fällt also flach
(Pariser Blau wird bei Wiki einfach in "Berliner Blau" umbenannt ... es scheint "dasselbe" zu sein)

Solche Namens-Verwirrungen sind bei diesen Rezepten auf Schritt und Tritt zu finden ...

"Bleimangan" finde ich überhauptnicht ... nur Mangan

oder: "Amerikanischer Asphalt" ... Asphalt (wiki) "bezeichnet in den Geowissenschaften ein dunkelbraun bis schwarzes, zähes oder festes Gemisch ohne nennenswerte Anteile an mineralischer Substanz, das durch geologische Prozesse entweder unmittelbar oder über die Zwischenstufe Erdöl aus entwässerter organischer Substanz (Kerogen) entstanden ist".
Ob "amerikanischer ..." anders ist als "europäischer ..." ?
Vielleicht müsste ich mal sehen, wie unterschiedlich die Lackierungen von "Singer" oder "Pfaff" sind? wink

...
oder:
ob eine Lackierung, in der Asphalt drin ist, dann auch ein "Aspaltlack" ist?
was fällt Euch denn so dazu ein?

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Zuletzt geändert von Manohara am Donnerstag 4. Januar 2018, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 15:55 
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Edelschrauber
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Registriert: Montag 14. August 2017, 19:19
Beiträge: 2444
Wohnort: Graz (Österreich)
Soviel zum Thema Asphaltlack http://www.kremer-pigmente.com/media/pdf/79850_SHD_DEU.pdf

_________________
Elna supermatic, ZZ und SU sind meine Hauptmaschinen, Singer 66, Singer-Klon von Rast & Gasser, Kayser L und noch so einige biggrin biggrin biggrin


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 17:06 
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Edelschrauber
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Beiträge: 2978
Wohnort: unterer linker Niederrhein
Hallo Wolfgang,
Manohara hat geschrieben:
was fällt Euch den so dazu ein?
das einzige, was mir dazu bislang einfällt, ist: Danke an dich und die Fa. Kremer für die tollen Informationen!

Ich schaue jetzt mal, in welchem Behälter ich 1,36 Tonnen Leinölfirnis anrühren kann :lol27:

Gruß
Detlef

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Ich wünsche mir - hier im Forum im Bereich Maschinentechnik - eigene Unterforen für Anker, Gritzner und Phoenix!

Anker Phoenix 549, Phoenix R, 236 & 249, Pfaff 38 & 138 sowie die 'eine oder andere' Haushaltsmaschine


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 17:17 
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Edelschrauber
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Registriert: Dienstag 26. April 2016, 10:06
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Zitat:
Leinölfirnis anrühren


und nicht vergessen: "bis zum Fadenzug kochen" tongue

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 17:27 
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Nadeleinsetzer
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Registriert: Mittwoch 28. Januar 2015, 21:37
Beiträge: 30
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Ich dachte Wir Pfaff-ler sind alle Bunt...Guckst Du biggrin


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

_________________
Nähe mit Begeisterung auf Pfaff 145,138,332 ,Singer 29 mit 3/4 PS Motor.


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