Naehmaschinentechnik-Forum

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BeitragVerfasst: Freitag 8. November 2019, 16:38 
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Edelschrauber
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Naja, es gibt die Sailrite. Die Kann ZZ, hat einen aktiven Obertransport und ist verstaubar in einer Kiste erhältlich.
Natürlich nicht so leicht wie die Toyota und nicht so leistungsfähig wie eine Industriemaschine, deckt aber diesen Zwischenbereich ab - kostet aber auch anderes Geld als die Toyota oder eine gebrauchte robuste alte Pfaff/Singer/Adler etc.

Ob eine 360 oder 332 "ausreicht" lässt sich vorab schlecht beurteilen, sie sind aber mit Sicherheit besser geeignet als die neue Toyota.

Bezüglich Unterschied der frühen Generationen 230/332 und der späteren 260/360 schau' einfach mal ins Nähmaschinenverzeichnis:
https://www.naehmaschinenverzeichnis.de ... 0er-jahre/
https://www.naehmaschinenverzeichnis.de ... 0er-jahre/


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BeitragVerfasst: Freitag 8. November 2019, 16:48 
314ter hat geschrieben: *
Naja, es gibt die Sailrite.
Danke. Die kannte ich noch nicht. Habe nur eine Kayser Heavy Duty gefunden: https://www.schuring-naaimachines.nl/sh ... heavy-duty Die würde in Flandern auch gerade zweite Hand verkauft (ungefähr 600.-). Denke selbst, dass ich sie noch runter Handeln könnte, weil sie schon sehr lange angeboten wird. Größter Nachteil: Kein freier Arm. Aber die eierlegende Wollmilchsau findet man natürlich nie.

Ps.: Geld ist glücklicherweise nicht so das Problem.


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BeitragVerfasst: Freitag 8. November 2019, 19:39 
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Edelschrauber
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Hallo,
die Materialien im Pfaff 332 Video sehen jetzt nicht so sehr dick und schwierig aus, das müssten die meisten Haushaltsnähmaschinen schaffen, zumindest jenseits der 300,- Euro Grenze.

Die 360/362 ist in der Mechanik der 332 sehr ähnlich und genauso robust, aber die Bedienung ist praktischer als bei der 332 gelöst.

Mit der Kayser kommt man natürlich in eine andere Liga als mit einer Pfaff 332/360, alleine schon durch den echten Obertransport.

Gruß
Detlef

_________________
Ich wünsche mir - hier im Forum im Bereich Maschinentechnik - eigene Unterforen für Anker, Gritzner und Phoenix!

Anker Phoenix 549, Phoenix R, 236 & 249, Pfaff 38 & 138 sowie die 'eine oder andere' Haushaltsmaschine


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BeitragVerfasst: Freitag 8. November 2019, 20:05 
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Edelschrauber
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Und genau DER (der aktive Obertransport) hilft gerade bei Leder schon einiges!

Bei Taschen ist es vermutlich nicht so arg das Thema, aber auch die Lüfthöhe des Fußes (wieviel Material passt drunter) kann ein Kriterium sein.
Schon eher vielleicht die maximale Nadelstärke, weil dies die maximale Fadenstärke bestimmt. Und dicker, optisch prägnanter Faden Könnte bei Taschen gewünscht sein.


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BeitragVerfasst: Freitag 8. November 2019, 21:03 
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Edelschrauber
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Registriert: Sonntag 6. Januar 2019, 23:12
Beiträge: 1391
Die Kayser ist wohl der Urtyp aller nach diesem Muster gefertigten Maschinen, die Sailrite soll dabei die Maschine mit den hochwertigsten Materialien sein.

Ansonsten passt da so ziemlich alles in das Bauschema, was man mit dem Suchbegriff "portable walking foot" finden kann. Ich hatte hier mal irgendwo ein paar Maschinen gelistet, aber die Hersteller verstecken sich da auch nicht besonders.

Ich schaue mal, ob ich die Liste wiederfinde...

(...)

(neee...)

(auch nich... boah, ey, wo ist das Ding?)

(...)

DA! - gefunden! biggrin

- Kayser Hobbymatic
- Sailrite LSZ-1 (unterschiedliche Bezeichnungen und Farben nach Ausstattung und Preis)
- Barracuda 200ZW
- Singer 2KU33
- Consew cp206r
- Techsew 611 PRO
- REX 607z
- Deyee JH83
- (...)

Wirf mal Google an und kopiere folgende Zeile in das Suchfeld:

site:leatherworker.net "portable walking foot"

Da ist der Blickwinkel anders. Hier unterhält man sich vornehmlich über Nähmaschinentechnik (zumindest war das so, bevor ich hier reingestolpert bin...), dann über Lederarbeiten. Drüben unterhält man sich zunächst über Lederarbeiten, dann erst über Nähmaschinen.

Kann ganz interessant sein...

_________________
Beste Grüße!

Michael


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BeitragVerfasst: Samstag 9. November 2019, 08:13 
Hallo an euch allen. Vielen Dank für die Antworten. Ich habe noch eine letzte Frage. Ganz zufällig habe ich gerade gesehen, dass in Antwerpen eine alte Patent Elastique angeboten wird. Dann aber nur mit einem Armantrieb. Es ist zwar eine Schuhreparaturmaschine. Der Verkäufer würde sie aber für 70.- Euro abgeben (das sehe ich als wenig risikant an). Kennt ihr diese Maschinen? Schaffen sie dickes Leder? Sie ist sehr spartanisch aufgebaut.


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BeitragVerfasst: Samstag 9. November 2019, 10:09 
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Edelschrauber
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Ja, das ist so alles die Kategorie Adler 30 oder Singer 29k (gibts viele Videos/Infos drüber). Die können dickes Leder verarbeiten, sind einfach und robust aufgebaut und kommen "in jede Ecke". Der Nähfuß ist in alle Richtungen (360°) drehbar, also erst mal sehr flexibel.
Sie haben aber auch deutliche Nachteile:
Der Vorteil des dünnen Armes bedingt eine Mini-Spule - der Unterfaden reicht nicht lange und muss oft gewechselt werden (Focus war auf Reparatur).
Sie arbeiten nur mit Obertransport. Das ist super für Schuhe, die innen - womit sie dann auf der festen Sichplatte aufliegen - eher glatt und eben sind und höchstens außen erhabene Nähte, Überlappungen etc. aufweisen und die zu reparierenden Lagern weitgehend zueinander fixiert sind (neben der Reparaturstelle), so dass ein Mehrfachtransport nicht nötig ist (und auch dies hilft den dünnen Arm konstruktiv zu realisieren).
Der Transportfuß ist ziemlich "bissig" und hinterlässt auch gerne mal Marken/Spuren auf dem Leder.
Wenn die Maschinen schon etwas verschlissen sind, verlieren sie Stichlänge. Nominal ca. 5mm, das kann aber wohl auch mal auf 3mm runter gehen - was zu wenig sein kann für bestimmte Aufgaben. Das ließe sich aber vor Ort herausfinden oder mal den Verkäufer danach fragen (Foto von z.B. 10 max. Stichlängen auf Papier mit Maßstab daneben).

Ich frage mich nur etwas anderes: Diese Maschinen sind nicht gerade kompakt. D.h. wenn Du Platz für solch ein Gerät hast und die gesuchte Maschine nicht unbedingt super billig sein muss, dann würde ich tatsächlich eher zu einer Mehrfach-/Dreifach-Transport Maschine tendieren. Die sind für sowas gemacht - auch wenn man das mit den anderen vielleicht auch irgendwie hin kriegen würde...


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BeitragVerfasst: Samstag 9. November 2019, 12:34 
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Edelschrauber
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Registriert: Sonntag 6. Januar 2019, 23:12
Beiträge: 1391
Noch anders gedacht: Wenn das Täschnern doch ein Hobby ist - ist dann das Nähen von Hand nicht noch schöner?

Nicht dass eine Maschine mehr verkompliziert, als nutzt.

_________________
Beste Grüße!

Michael


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BeitragVerfasst: Samstag 9. November 2019, 13:55 
314ter hat geschrieben: *
Ich frage mich nur etwas anderes: Diese Maschinen sind nicht gerade kompakt. D.h. wenn Du Platz für solch ein Gerät hast und die gesuchte Maschine nicht unbedingt super billig sein muss, dann würde ich tatsächlich eher zu einer Mehrfach-/Dreifach-Transport Maschine tendieren. Die sind für sowas gemacht - auch wenn man das mit den anderen vielleicht auch irgendwie hin kriegen würde...
Die Maschine erscheint mir nicht so groß. Sie scheint sehr ähnlich zu diesen chin. Modellen zu sein, die diese Patent Elastique nachgebaut haben: https://linford.nl/?page_id=776 Die Maschine hat kein Gestell etc. Könnte also nur mit der Hand bewegt werden. https://www.youtube.com/watch?v=sTMOZFJAzL0 (Chines. Nachbaumodell: https://www.youtube.com/watch?v=dsDP0G35_Bg ).


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BeitragVerfasst: Samstag 9. November 2019, 14:00 
mahlekolben hat geschrieben: *
Noch anders gedacht: Wenn das Täschnern doch ein Hobby ist - ist dann das Nähen von Hand nicht noch schöner?
Vollkommen deiner Meinung mx . Es spricht für mich privat sogar einiges für den Sattlernaht, da sie komplett anders aufgebaut ist als eine Maschinennaht. Auch soll sie sehr fest sein. Aber gerne würde ich zu Hause ein paar Dinge vom Kurs (fertig)nähen, damit ich nicht den Anschluss verliere und später nicht mehr nachkomme. Der Kurs war nämlich auch für totale Anfänger wie mich offen (kaum Nähmaschinenerfahrung) biggrin . Sie machen habe keine Anfänger und Fortgeschrittenengruppe. Geübte Hausfrauen sind aber weit schneller mit dem Nähen. Im Kurs haben wir ja eine Global. Finde es ja super, dass ich einen Täschnerkurs für 370.- Euro vor ein ganzes Jahr (einen Abend in der Woche) gefunden habe. In Deutschland würde ich dafür max. ein WE. erhalten.

Werde mich nun wieder von euch verabschieden. Ich bin hier an sich nicht im richtigen Forum, da mich ja an sich nicht die Technik interessiert (was unter der Motorhaube ist, ist für mich nicht das Wichtigste biggrin )


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