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 Betreff des Beitrags: Re: Kleine Nadelkunde
BeitragVerfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 10:11 
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Edelschrauber
Edelschrauber

Registriert: Sonntag 8. November 2015, 15:26
Beiträge: 666
Hallo miteinander,

wenn ich mir zu dem Thema auch einen Kommentar erlauben darf:

Als jemand, der schon einige historische NM zum Laufen gebracht hat, weiß ich, wieviele Arbeitsstunden das kostet. ZB. für die Sanierung einer komplett verharzten 230 Automatik (ohne sonstige mechanische Fehler) habe ich sicher netto mindestens 10 Arbeitsstunden gebraucht (ohne die Zeit, die das Teil in div. Lösungsmitteln gebadet hat). Da hege ich massive Zweifel daran, ob sich das kommerziell verwerten lässt, einfach deswegen, weil die entsprechende Nachfrage gar nicht vorhanden ist. Es kann schon sein, daß ein(e) Liebhaber(in) dafür die angemessenen 200.- - 300.- zahlen würde, aber die Regel ist das m.Mn. nach nicht.

Nähen ist an und für sich heute schon ein Minderheitenprogramm und die Verwendung klassischer (hochwertiger) NM erst recht.
Da kauft man sich doch lieber ein Teil von Aldi um 99.- - 199.- und wenn das, wie üblich, kurz nach
Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgibt, schmeisst man es weg.

1,5 - 2 Maschinen pro Stunden zu warten ist meiner Meinung nach völlig unrealistisch, selbst wenn es prinzipiell gepflegte Maschinen sind, die man nur durchpinseln und ölen und kontrollieren muss.
Ganz abgesehen davon, die Idee, 5 NM pro Tag(!) zur Durchsicht und Wartung zu bekommen, erscheint mir völlig utopisch.

Alles in allem glaube ich kaum, daß sich mit unserem Hobby mehr als ein Taschengeld verdienen lässt, selbst wenn man sehr gut ist. Und vom Bürokratiekram, den ein (auch Kleinst-) Gewerbetreibender
auch noch bewältigen muss, ganz zu schweigen.

Eine Möglichkeit wäre vielleicht das Anbieten von Kursen (oder "Seminaren" oder "workshops" wink) zum Umgang mit NM im Allgemeinen bzw. Wartung derselben oder z.B. Quiltkurse etc..

Aber auch davon kann man mit Sicherheit KEINE Familie ernähren....

lG Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleine Nadelkunde
BeitragVerfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 13:17 
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Edelschrauber
Edelschrauber

Registriert: Sonntag 17. Januar 2016, 19:01
Beiträge: 1263
Wohnort: Hamburg
Hallo Hosenkürzer,
Ich frage mich immer wie die gewerblichen Hosenkürzer
Zurecht kommen? Im Umkreis von einem Kilometer gibt es hier vier Änderungsschneidereien.Jeans kürzen 6,50€.Hat da jedes Familienmitglied einen Laden und einer macht die Bürokratie?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleine Nadelkunde
BeitragVerfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 13:40 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

Registriert: Mittwoch 14. März 2018, 14:50
Beiträge: 263
Hosenkürzer hat geschrieben:
Hallo miteinander,

wenn ich mir zu dem Thema auch einen Kommentar erlauben darf:

Als jemand, der schon einige historische NM zum Laufen gebracht hat, weiß ich, wieviele Arbeitsstunden das kostet. ZB. für die Sanierung einer komplett verharzten 230 Automatik (ohne sonstige mechanische Fehler) habe ich sicher netto mindestens 10 Arbeitsstunden gebraucht (ohne die Zeit, die das Teil in div. Lösungsmitteln gebadet hat). Da hege ich massive Zweifel daran, ob sich das kommerziell verwerten lässt, einfach deswegen, weil die entsprechende Nachfrage gar nicht vorhanden ist. Es kann schon sein, daß ein(e) Liebhaber(in) dafür die angemessenen 200.- - 300.- zahlen würde, aber die Regel ist das m.Mn. nach nicht.

Nähen ist an und für sich heute schon ein Minderheitenprogramm und die Verwendung klassischer (hochwertiger) NM erst recht.
Da kauft man sich doch lieber ein Teil von Aldi um 99.- - 199.- und wenn das, wie üblich, kurz nach
Ablauf der Garantiezeit den Geist aufgibt, schmeisst man es weg.

1,5 - 2 Maschinen pro Stunden zu warten ist meiner Meinung nach völlig unrealistisch, selbst wenn es prinzipiell gepflegte Maschinen sind, die man nur durchpinseln und ölen und kontrollieren muss.
Ganz abgesehen davon, die Idee, 5 NM pro Tag(!) zur Durchsicht und Wartung zu bekommen, erscheint mir völlig utopisch.

Alles in allem glaube ich kaum, daß sich mit unserem Hobby mehr als ein Taschengeld verdienen lässt, selbst wenn man sehr gut ist. Und vom Bürokratiekram, den ein (auch Kleinst-) Gewerbetreibender
auch noch bewältigen muss, ganz zu schweigen.

Eine Möglichkeit wäre vielleicht das Anbieten von Kursen (oder "Seminaren" oder "workshops" wink) zum Umgang mit NM im Allgemeinen bzw. Wartung derselben oder z.B. Quiltkurse etc..

Aber auch davon kann man mit Sicherheit KEINE Familie ernähren....

lG Helmut


Genau so ist es und ich war von 1995 bis 2013 selbst und ständig und bin richtig froh wieder im Angestelltenverhältnis zu sein. Entweder wirst über Nacht reich oder bleibst bis zu Abwinken mit Notgroschen am Leben.

Kurse gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Jeder versucht irgendwo einen Euro zu ergattern. Wahnsinn. boewu

Grüßle

Manni

_________________
Sammeln ist eine Krankheit ohne Aussicht auf Heilung, eine zunächst verborgene Krankheit, die später ununterbrochen mit heftigen, beinahe fieberhaften Anfällen fortschreitet.
Zitat: Lamberto Vitali


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleine Nadelkunde
BeitragVerfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 16:19 
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Edelschrauber
Edelschrauber
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Registriert: Freitag 20. Februar 2015, 11:01
Beiträge: 3198
Wohnort: unterer linker Niederrhein
Hallo Helmut,
Hosenkürzer hat geschrieben:
Als jemand, der schon einige historische NM zum Laufen gebracht hat, weiß ich, wieviele Arbeitsstunden das kostet. ZB. für die Sanierung einer komplett verharzten 230 Automatik (ohne sonstige mechanische Fehler) habe ich sicher netto mindestens 10 Arbeitsstunden gebraucht (ohne die Zeit, die das Teil in div. Lösungsmitteln gebadet hat). Da hege ich massive Zweifel daran, ob sich das kommerziell verwerten lässt, einfach deswegen, weil die entsprechende Nachfrage gar nicht vorhanden ist. Es kann schon sein, daß ein(e) Liebhaber(in) dafür die angemessenen 200.- - 300.- zahlen würde, aber die Regel ist das m.Mn. nach nicht.
darum schrieb ich ja, dass der Verkauf der Einzelteile gewinnbringend sein kann.
Bei Yaya-online kosten alle Pfaff 230 Einzelteile, die dort angeboten werden, zusammen über 400,- Euro - ohne Motor und ohne Zierstichautomatik!
In ca. zwei Stunden hat man die 230 komplett zerlegt und die Teile gereinigt und muss beim Verkauf nur für das Teil garantieren und nicht für eine funktionstüchtige, komplette Maschine.
Wenn man für den Lagerraum keine Miete zahlen muss und Zeit hat zu warten, bringt eine 230 über 200,- Euro Ertrag ein.

Hosenkürzer hat geschrieben:
Aber auch davon kann man mit Sicherheit KEINE Familie ernähren....
Das stimmt, aber ich halte es für möglich, damit seine Werkstatt(ausrüstung) und einen Jahresurlaub zu finanzieren, also auf Dauer einen Gewinn zu erzielen.
Deine und Frickelhansens Tätigkeit sehe ich dagegen als reine Liebhaberei, selbst wenn mal eine einzelne Maschine gewinnbringend verkauft werden kann.
Wobei mir eure Tätigkeit und die Ergebnisse eurer Arbeit erheblich besser gefallen und sie euch bestimmt mehr Befriedigung einbringen als es das reine Zerlegen und Verticken von Einzelteilen.

Manni750 hat geschrieben:
Genau so ist es und ich war von 1995 bis 2013 selbst und ständig und bin richtig froh wieder im Angestelltenverhältnis zu sein.
Full Ack!

Kurse: Die angebotenen Nähkurse sind vielerorten weit im Voraus ausgebucht. Damit kann man auch Geld verdienen, wenn man es denn gut genug kann, also könnte, also ich nicht, aber vielleicht jemand anders sad

BTW: Im Nachbarort finden die Kurse auf 80,- Euro Singer-Maschinen statt boewu
Ich könnte zumindest einen kleinen Kursraum mit Anker RZ ausstatten, die überstehen bestimmt mehr Kurse als diese Billig-Plastikteile. biggrin

Gruß
Detlef

_________________
Ich wünsche mir - hier im Forum im Bereich Maschinentechnik - eigene Unterforen für Anker, Gritzner und Phoenix!

Anker Phoenix 549, Phoenix R, 236 & 249, Pfaff 38 & 138 sowie die 'eine oder andere' Haushaltsmaschine


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 Betreff des Beitrags: Re: Kleine Nadelkunde
BeitragVerfasst: Sonntag 10. Februar 2019, 16:41 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

Registriert: Mittwoch 14. März 2018, 14:50
Beiträge: 263
Na so'n Nähkurs dodgy
und ältere Maschinen die, die Kursteilnehmer überleben gibt es hier im Hause auch.

Das würde dann so in der Anzeige stehen.

Nähkurs für Anfänger.
Robuste Leihmaschinen vorhanden.
Erstes Thema Nadelkunde! :lol27:

Grüßle

_________________
Sammeln ist eine Krankheit ohne Aussicht auf Heilung, eine zunächst verborgene Krankheit, die später ununterbrochen mit heftigen, beinahe fieberhaften Anfällen fortschreitet.
Zitat: Lamberto Vitali


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