Naehmaschinentechnik-Forum

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BeitragVerfasst: Samstag 13. April 2019, 08:36 
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Neu im Forum
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Registriert: Sonntag 31. März 2019, 11:08
Beiträge: 7
Hallo,
ich hab noch ein gutes Stück leider im Stall stehen, Clas Patent Electric.
Mein Dad meinte immer „MEIN MACHINCHEN ist viel zu schade um darauf deine Pferdedecken zu nähen dafür ist sie nicht gemacht!!!“ darum hat er mir ca.7 Jahren eine Schusternähmaschine von seinem Freund aus der Schweiz mitgebracht. Dann wurde Sie aus dem Auto ausgeladen und in den Stall gestellt. heul heul heul
Er ist derjenige gewesen der wusste wie so Maschinen funktionieren von der Technik her… ich hab immer nur davor gesessen… wie das Leben aber nun mal spielt kam er dazu nicht mehr sie aufzubauen… und ich hab sie irgendwann ins Vergessbuch geschrieben…. BIS jetzt… biggrin biggrin biggrin
SO NUN WIRD GEHANDELT biggrin biggrin
Also das Ungetüm erst mal aus dem Stall befreit und Bestandsaufnahme: smile smile
Also: Ich weiß welche Maschine das ist
ich denke ich habe alle Teile (Sie war bis zum Umzug hier her in Gebrauch)
Dreht man am Schwungrad bewegt sich die Nadel
Erst mal entrosten und WD40 UND ölen nur wo gibt es ganz bestimmte stellen die nicht so auf Anhieb ersichtlich sind? Bin ja verwöhnt von der Pfaff mit ihren roten Markierungen …
Und dann mal schauen was sie macht…
Weiß jemand wo ich eine Bedienungsanleitung oder Explosionszeichnung oder irgend sowas herbekomme damit ich mich besser in das teil rein denken kann hab ja noch so gar keine Ahnung davon....
Vielen Dank schon mal für Eure Antworten...


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BeitragVerfasst: Samstag 13. April 2019, 13:29 
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Edelschrauber
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Registriert: Sonntag 6. Januar 2019, 23:12
Beiträge: 731
Das ist schon ein Fall für die Elektrolyse... Meine Güte, das wird ein Haufen Arbeit!

Erwarte nicht zuviel von WD40: WD40 ist ein Feuchtigkeitsverdränger (Water Displacement), Fettlöser und Reiniger - es kriecht nicht wirklich irgendwo hin, schmiert nicht und vor Rost schützt es auch bedingt und nur je nach dem, wen man gerade fragt.

WD40 besteht zu 60...80% aus Petrolether. Petrolether ist flüchtig, fettlösend, greift Weichmacher in Kunststoffen an.

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Beste Grüße!

Michael


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BeitragVerfasst: Samstag 13. April 2019, 14:23 
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Edelschrauber
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BeitragVerfasst: Samstag 13. April 2019, 16:29 
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Edelschrauber
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Registriert: Samstag 11. Mai 2013, 21:19
Beiträge: 3339
Wohnort: Norddüütschland
Da von der Maschine alles optisch schöne abgerostet ist würde ich sie, so weit es gewaltfrei geht, zerlegen und die Teile mit verdünnter Phosphorsäure entrosten aber Achtung Phosphorsäure (auch verdünnt) ist nichts für Sissis (der Scheiß ist richtig böse - also richtig BÖSE ätzend aber genau so wirkungsvoll) und es müssen ZWINGEND einige Sicherheitsbestimmungen beachtet werden bzgl. der Verdünnung und der Handhabung (Schutzausrüstung erforderlich udgl.) Phosphorsäure ist billig und das grundlegende Zutat in den meisten Entrostern / Rostumwandlern. Ist aber nicht jedermanns Sache das Zeug.

Alternativ ist Elektrolyse eine gute Möglichkeit großflächig zu entrosten / entlacken und ist relativ umweltverträglich.

Bevor Du überhaupt anfängst würde ich zunächst mal prüfen ob die Maschine einen Greifer und Unterfadenspulen sowie einen Aufspuler hat, wenn nicht würde ich das Teil aufgrund des Ist-Zustandes sterben lassen.

Wenns natürlich ne "Herzensangelegenheit" ist spielt Geld nicht unbedingt eine Rolle aber wenn Teile fehlen kann das durchaus ins Geld gehen (gerade der Greifer) und obs das wert ist...

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BeitragVerfasst: Samstag 13. April 2019, 21:45 
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Einfädler
Einfädler

Registriert: Freitag 22. Februar 2019, 16:31
Beiträge: 86
Vielleicht auch erstmal Zitronensäure versuchen, als weniger giftige Alternative? Gibt's flüssig oder als Pulver zum selber anrühren im Drogeriemarkt. Ich hab damit ganz gute Erfahrungen gemacht für mit Flugrost belegte Metallflächen. Handschuhe auch dafür, "elbow grease" und feine Stahlwolle oder Kratzschwämme, damit geht ganz schön viel runter.

Auf lackierten Flächen eher nicht so gut (es ist wirksam gegen "Siff", aber der Lack wird stumpf, so meine Erfahrung)

Es wird empfohlen, anschließend klarzuwaschen und mit Lauge (Spüli...) zu neutralisieren, weil die Säure sonst von alleine noch weiterarbeitet. Bei meinen Maschinen geb ich anschließend Maschinenöl als Rostschutz auf die Metallflächen.


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. April 2019, 10:40 
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Benutzt Ölkännchen & Pinsel
Benutzt Ölkännchen & Pinsel
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Beiträge: 176
Wenn der Rost nicht mehr nur oberflächig auftritt, sondern bereits "Poren" gefressen hat (sich also nicht mehr mechanisch entfernen lässt), ist mein Mittel der Wahl Oxalsäure.
Die ist extrem wirksam und dabei gleichzeitig materialschonend. Falls du dazu mal recherchieren willst, such nach Oxalsäure/oxalic acid in Verbindung mit Rost/rust - weil du sonst eher auf Nahrungsmittel-Infos stößt.
Soweit ich mich erinnere, bildet sich als chemisches Endprodukt Eisen(II)-Oxalat, was wiederum erneuter Rostbildung vorbeugt. Bisher hab ich diese Schicht vor'm Lackieren immer entfernt, sie soll angeblich aber auch als Grundierung funktionieren.
Insofern kommt es auch darauf an, was du mit der Maschine vorhast.

Gruß - C


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BeitragVerfasst: Sonntag 14. April 2019, 12:13 
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Edelschrauber
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Registriert: Samstag 11. Mai 2013, 21:19
Beiträge: 3339
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stimmt - Oxalsäuren - habe ich ganz vergessen. Essigsäure geht auch...

https://www.youtube.com/watch?v=YcWIFflAWhc

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BeitragVerfasst: Sonntag 14. April 2019, 19:18 
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Greiferpolierer
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Beiträge: 408
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Empfehle ebenfalls Fertan: simpel in der Anwendung und risikolos.
Zwei Dinge sind wichtig: vorher entfetten und Handschuhe beim aufpinseln tragen


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BeitragVerfasst: Montag 13. Mai 2019, 16:03 
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Neu im Forum
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Registriert: Sonntag 31. März 2019, 11:08
Beiträge: 7
Also kurzer zwischen Report... vielen lieben Dank schon mal für Eure Vorschläge / Hilfestellungen ... ... der Grossteil ist nur Flugrost... soweit ich mitbekommen habe sind alle Teile vorhanden Denke / Hoffe ich... komme aber leider aus Zeitgründen nicht ganz so schnell vorran wie ich möchte ... aber man sieht schon das aufgemalte Muster zum Teil wieder auf der Maschine... ich halte euch auf dem laufenden und werde bestimmt das eine oder andere nachfragen... zur Zeit hält mich die Pfaff auf trapp


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BeitragVerfasst: Montag 13. Mai 2019, 23:29 
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Edelschrauber
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Registriert: Montag 23. Januar 2017, 15:15
Beiträge: 4102
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Lass dich von deinem Projekt nicht stressen - du gibst das Tempo an - und es kommt wie es kommt … hier guckt keiner komisch, wenn es mal an einer Stelle nicht so fix vorwärts geht.

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