Naehmaschinentechnik-Forum

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 Betreff des Beitrags: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Dienstag 14. August 2018, 19:03 
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Schnurkettenwechsler
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So, ich hab es geschafft.
Angefangen habe ich ja vor 9 Monaten mit einer Princess-Nähmaschine, ich wollte nur ein Kissen aus Cordura 1110 dtex für meinen Hund nähen, bequem und nahezu unzerstörbar. Da ich Spaß am nähen hatte, mich aber über die eingeschränkten Möglichkeiten meiner Nähmaschine geärgert habe, musste eine andere Maschine her.
Über viele Modelle, mal mehr mal weniger überzeugend, kam ich an eine Pfaff 134. Meine erste Industrienähmaschine und ich war glücklich (ich habe sie immernoch und nähe sie nur noch mit Rollfuß). Es passte einfach mehr unter die Nadel, allerdings fehlte mir der ZigZag-Stich. Was blieb mir übrig, ich musste mir noch unbedingt die 138iger holen (auch die bleibt bei mir).
Schon besser, einige Tage später lief mir eine 142iger über den Weg, ziehmlich abgerockt, aber die hatte doch Nadeltransport! Die muss ich haben, neu Lackiert und auf vordermann gebracht, hat sie schon Spass gemacht, war aber doch schon sehr speziell mit den 2 Nadeln.
Einige Zeit später kam dann meine "Traum"-Maschine über ein günstiges Angebot bei ebay-Kleinanzeigen, auch diese Maschine war ziemlich mitgenommen und verbastelt, aber halt günstig. Duch viel Hilfe aus dem Forum, ist Mittlerweile, aus dem hässlichen Entchen ein hübscher Schwan geworden, der mir viel freude beim Nähen beschert. Diese schöne Maschine darf auch bei mir bleiben und mir weiterhin freude bereiten.

Nun noch eine 545iger, dann ist schluss!
Ich hatte Glück (und gerade etwas Geld), also kaufte ich mein teuerstes Stück, eine 545 lol
Nun habe ich alles noch einmal von Grund auf eingestellt und justiert. Dabei habe ich auch die Verstellmechanik komplett ausgebaut, gereinigt und wieder eingebaut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Dienstag 14. August 2018, 19:30 
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Schnurkettenwechsler
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Bei einer Vorherigen Maschine mit Dreifachtransport, habe ich Spiel in der Verstellmechanik festgestellt, wo normal kein Spiel sein dürfte. Die Welle war eingelaufen!
Dateianhang:
IMG_6949 (Mittel).JPG

Also alles ausgebaut und festgestellt, das die verbauten Buchsen, keine Schmiermöglichkeit hatten. Die Welle lief mehr oder weniger trocken. Das kannte ich so nicht. Leider habe ich keine Fotos gemacht.

Es fehlten jedoch die Ölbohrung und die Ölverteilung in der Buchse? Auf dem Unteren Foto erkennbar.
Dateianhang:
IMG_6946 (Mittel).JPG

Dateianhang:
IMG_6947 (Mittel).JPG

Daraus habe ich gelernt, diese Buchsen zu überprüfen, was sich in den allermeisten Fällen lohnt. Alle Buchsen welche ich bisher ausgebaut habe, hatten mehr oder wenige verstopfte Kanäle.
Das Ausbauen gestaltet sich recht einfach, die Beiden Hebel, links und rechts lösen, die Welle vorsichtig mit einem Durchschläger raustreiben. Dann nur noch die beiden Sicherungsschrauben lösen, mittels eines Hartholzes (bei mir war es eine 12mm Buchen-Holzdübelstange) zu einer Seite (beide Buchsen auf einmal) raus drücken, gegebenenfallst mit einem Hämmerchen nachhelfen.
Dateianhang:
IMG_6944 (Mittel).JPG

Dateianhang:
IMG_6955 (Mittel).JPG

Die Buchsen reinigen, die Ölkanäle frei machen, und wieder einbauen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Ölbohrung der Buchse oben liegt.
Dateianhang:
IMG_6948 (Mittel).JPG

Dateianhang:
IMG_6947 (Mittel).JPG




Eure Maschine wird es Euch danken beerchug


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Zuletzt geändert von Frickelhansen am Mittwoch 15. August 2018, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Dienstag 14. August 2018, 19:53 
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Edelschrauber
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Frickelhansen hat geschrieben:

Nun noch eine 545iger, dann ist schluss!



Sagte der Nähmaschine Junky und ging wieder auf die Suche um seine Sucht zu befriedigen :lol27:

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Mit'm Öl nich sparsam sein!

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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Dienstag 14. August 2018, 20:17 
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adler104 hat geschrieben:
Frickelhansen hat geschrieben:

Nun noch eine 545iger, dann ist schluss!



Sagte der Nähmaschine Junky und ging wieder auf die Suche um seine Sucht zu befriedigen :lol27:


werfweg Okay, vielleicht noch `ne 141iger.........................aber dann ist Schluss! sad


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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Dienstag 14. August 2018, 23:04 
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Nählichtwechsler
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Hallo Thomas,dein Tip,die Ölbohrungen an sich bei den alten Maschinen zu überprüfen ist gut.
Allerdings ist es keine gute Idee,diese kleinen Kanäle der Buchse unten zu plazieren,weil die lediglich dazu dienen,das Öl,welches von oben durch die Bohrung kommt,gleichmäßig über die Welle zu verteilen. Also - dieser Part muß nach oben zeigen.
Die äußeren innenliegenden Ringnuten sammeln einerseits das Öl und sollen gleichzeitig verhindern,daß es seitlich austritt.

_________________
Gruß Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. August 2018, 09:27 
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inch hat geschrieben:
Hallo Thomas,dein Tip,die Ölbohrungen an sich bei den alten Maschinen zu überprüfen ist gut.
Allerdings ist es keine gute Idee,diese kleinen Kanäle der Buchse unten zu plazieren,weil die lediglich dazu dienen,das Öl,welches von oben durch die Bohrung kommt,gleichmäßig über die Welle zu verteilen. Also - dieser Part muß nach oben zeigen.
Die äußeren innenliegenden Ringnuten sammeln einerseits das Öl und sollen gleichzeitig verhindern,daß es seitlich austritt.


Moin Klaus,
wenn es an dem ist, dann sind die äußeren Ringnuten überflüssig! wo sich kein Öl sammelt muss auch nicht verhindert werden, dass Öl austritt!
Will mich nicht streiten und bin nicht allwissend, aber im Umgekehrten, macht es mehr Sinn. Zudem verteilt sich da Öl durch die Bewegung und die Kapillarwirkung. dodgy


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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. August 2018, 09:54 
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Nählichtwechsler
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Ich präzisiere mal,die äußeren Ringnuten sollen verhindern,daß das Öl seitlich herausgedrückt wird.
Dieses sonst sehr schnell seitlich austretende Öl sammelt sich in diesen Nuten und wird durch die,ich bezeichne sie mal als Radialkräfte, zwischen Welle,Öl und Ringnut wieder an die Welle befördert.

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Gruß Klaus


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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. August 2018, 10:52 
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Schnurkettenwechsler
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Ist ja wieder mal Typisch, 2 Leute reden über das selbe und meinen etwas ganz anderes.
Um zu verdeutlichen was meine Gedanken sind, habe ich mal versucht eine Zeichnung zu machen.
Dateianhang:
IMG_6959 (Mittel).JPG

Wenn wie in der linken Zeichnung, die Bohrung Oben mit der Oelbohrung der Maschine übereinstimmt, bildet sich ein völlig nutzloser Oelvorrat.

Wenn die Bohrung der Buchse versetzt zur Bohrung der Maschine ist, bildet sich ein Oelvorrat, welcher genutzt wird. Da Flüssigkeit bestimmt ist sich auf ein Niveau in einem geschlossenem System zu halten, ist diese Montage in meinen Augen Sinnvoller huh


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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. August 2018, 11:27 
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Edelschrauber
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Tja, da müssen wohl alle Ingenieure und Techniker umdenken. Da haben die Pfaff Leute halt alle keine Ahnung von der Materie gehabt.

Also müssen jetzt alle ihre Maschinen zerlegen und die Buchsen um 180° drehen, damit sie funktionieren. mx

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 Betreff des Beitrags: Re: Pfaff 545 , mein neues Spielzeug
BeitragVerfasst: Mittwoch 15. August 2018, 11:41 
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Edelschrauber
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Der Clou ist ja, dass die Maschinen regelmäßig mit Öl bedacht werden sollen. Um das Öl direkt an die Welle zu bekommen, ist es richtig es von oben in die Bohrung zu träufeln. Von dort aus gelangt es über die Bohrung der Buchse direkt auf die abzuschmierende Welle. Die Nuten sorgen für eine Verteilung des Öls.

Ist die Bohrung der Welle nun unten, muss sich das Öl den Weg über die Hinterdrehung der Buchse nach unten zur Bohrung suchen. Es reicht aber schon ein Luftpolster und schon kommt kein Öl mehr dort an.

Anschließend läuft die Welle irgendwann trocken. Eine Kontrolle ob das Öl regelmäßig auch an die Welle gelangt, ist nicht möglich. Es könnte also auch seitlich austreten, ohne das die Welle geschmiert wird. Nähmaschinenöl ist sehr dünnflüssig.

Ich benutze es auch als Kriechöl.


Ist die Bohrung wie vorgesehen oben, ist die Versorgung der Welle mit einträufelndem Öl auf jeden Fall gewährleistet, auch wenn ich es hier auch nicht kontrollieren kann.

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