Naehmaschinentechnik-Forum

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BeitragVerfasst: Freitag 6. Juli 2018, 19:34 
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Liebe Nähmaschinisten,

derzeit hat meine Frau beide Maschinen "aufgehaxt", sowohl die 362 (Fadenvorspannung funktioniert nicht mehr richtig), als auch die 1027 Tipmatic. Bin aus diesem Grund bei meiner Suche nach Daten und Unterlagen aufs hiesige Forum aufmerksam geworden und hoffe auf Hinweise.

Die 1027 war seit Jahren nicht mehr in Betrieb, da ich 2007 besagte 362 gekauft hatte. Jetzt ist aber unsere Enkelin fast 9, so daß wir ihr die 1027 schenken möchten.

Der Fußanlasser war aber leider nicht mehr auffindbar, also habe ich einen guten gebrauchten gekauft, glaubwürdig für diese Maschine und in einwandfreiem Zustand.

Es stieg leider nach kurzem Nähversuch Rauch im Bereich des Anschlußsteckers auf, meine Frau hat dann sofort den Stromstecker gezogen.

Habe das Teil zerlegt, der Motorkondensator war zerrissen. Einen Kondensator mit korrekten Werten habe ich bereits eingelötet, jedoch läuft der Motor nicht mehr. Der Fußanlasser sollte ok sein, und Kurzschluß ist natürlich auch keiner mehr vorhanden.

Gibt es irgendwo einen Schaltplan für die Platine, damit ich (am besten per Ohmmeter) durchprüfen kann, ob die Platine ebenfalls Schaden genommen hat?

Falls erforderlich, kann ich auch den Motor zerlegen. Welche Prüfmöglichkeiten gibt's dort?

Für entsprechende Hilfestellung wäre ich sehr dankbar.

Mit bestem Gruß
Hans

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Mit bestem Gruß
Hans
Pfaff 362+1027


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BeitragVerfasst: Freitag 6. Juli 2018, 21:01 
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Edelschrauber
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Hallo Hans,
um zu testen, ob der Motor OK ist, kannst Du die Zuleitungen zum Motor von der Platine abziehen und testweise 230VAC direkt an die Anschlüsse des Motors geben. Das folgende Bild ist von einem Motortest an einer PFAFF 1222. Es geht da nur "ums Prinzip", d.h. das Anschlußkabel mit Schalter in der Leitung (aus dem Baumarkt), das man zum Testen via Lüsterklemme an den Motor anschliessen kann.
Dateianhang:
Motortest.JPG

Falls der Motor einwandfrei läuft (wovon ich ausgehe), geht es weiter. Dann kann man den Motor aber schon mal als Fehlerquelle ausschliessen und muss weitersuchen. Kontrolliere unbedingt die Anschlüsse, die den Maschinenstecker mit der Platine verbinden. Die lockern sich gerne.

Viele Grüße, Gerd


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BeitragVerfasst: Samstag 7. Juli 2018, 10:19 
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Registriert: Donnerstag 28. Juni 2018, 18:07
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GerdK hat geschrieben:
Hallo Hans,
um zu testen, ob der Motor OK ist, kannst Du die Zuleitungen zum Motor von der Platine abziehen und testweise 230VAC direkt an die Anschlüsse des Motors geben. Das folgende Bild ist von einem Motortest an einer PFAFF 1222. Es geht da nur "ums Prinzip", d.h. das Anschlußkabel mit Schalter in der Leitung (aus dem Baumarkt), das man zum Testen via Lüsterklemme an den Motor anschliessen kann.
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Motortest.JPG

Falls der Motor einwandfrei läuft (wovon ich ausgehe), geht es weiter. Dann kann man den Motor aber schon mal als Fehlerquelle ausschliessen und muss weitersuchen. Kontrolliere unbedingt die Anschlüsse, die den Maschinenstecker mit der Platine verbinden. Die lockern sich gerne.

Viele Grüße, Gerd


Hallo Gerd,
zunächst vielen Dank für die schnelle Reaktion.
In der Tat sieht das bei der 1027 völlig anders aus, die Platine sitzt auf dem Motor. Abziehbar ist an der Platine ein kleiner, gekröpfter 2er-Stecker, aber ich vermute mal, daß der für die Beleuchtung ist. Ich schaue mir die kompakte Einheit nochmals genau an, denn einen weiteren Steckanschluß habe ich tatsächlich nicht gefunden. Ich meine, der Motoranschluß wäre verlötet, aber ich kann mich auch täuschen.
Die drei Schraubverbindungen zum Maschinenstecker muß man entfernen, da sonst die Platine nicht hochzunehmen ist.

Schönes WE - hoffentlich!
Hans

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Mit bestem Gruß
Hans
Pfaff 362+1027


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BeitragVerfasst: Samstag 7. Juli 2018, 11:07 
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1027_Pfaff362 hat geschrieben:
GerdK hat geschrieben:
Hallo Hans,
um zu testen, ob der Motor OK ist, kannst Du die Zuleitungen zum Motor von der Platine abziehen und testweise 230VAC direkt an die Anschlüsse des Motors geben. Das folgende Bild ist von einem Motortest an einer PFAFF 1222. Es geht da nur "ums Prinzip", d.h. das Anschlußkabel mit Schalter in der Leitung (aus dem Baumarkt), das man zum Testen via Lüsterklemme an den Motor anschliessen kann.
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Falls der Motor einwandfrei läuft (wovon ich ausgehe), geht es weiter. Dann kann man den Motor aber schon mal als Fehlerquelle ausschliessen und muss weitersuchen. Kontrolliere unbedingt die Anschlüsse, die den Maschinenstecker mit der Platine verbinden. Die lockern sich gerne.

Viele Grüße, Gerd


Hallo Gerd,
zunächst vielen Dank für die schnelle Reaktion.
In der Tat sieht das bei der 1027 völlig anders aus, die Platine sitzt auf dem Motor. Abziehbar ist an der Platine ein kleiner, gekröpfter 2er-Stecker, aber ich vermute mal, daß der für die Beleuchtung ist. Ich schaue mir die kompakte Einheit nochmals genau an, denn einen weiteren Steckanschluß habe ich tatsächlich nicht gefunden. Ich meine, der Motoranschluß wäre verlötet, aber ich kann mich auch täuschen.
Die drei Schraubverbindungen zum Maschinenstecker muß man entfernen, da sonst die Platine nicht hochzunehmen ist.

Schönes WE - hoffentlich!
Hans


@ GerdK
die modelle 360 / 362 und 1222 und 1027
unterscheiden sich in der Konstruktion wesentlich

@ 1027_Pfaff362
heart -lich Bild im Forum

zeige bitte ein Foto der augenblicklichen situation

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gruß dieter
der mechaniker


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BeitragVerfasst: Samstag 7. Juli 2018, 13:19 
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dieter kohl hat geschrieben:
1027_Pfaff362 hat geschrieben:
GerdK hat geschrieben:
Hallo Hans,
um zu testen, ob der Motor OK ist, kannst Du die Zuleitungen zum Motor von der Platine abziehen und testweise 230VAC direkt an die Anschlüsse des Motors geben. Das folgende Bild ist von einem Motortest an einer PFAFF 1222. Es geht da nur "ums Prinzip", d.h. das Anschlußkabel mit Schalter in der Leitung (aus dem Baumarkt), das man zum Testen via Lüsterklemme an den Motor anschliessen kann.
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Falls der Motor einwandfrei läuft (wovon ich ausgehe), geht es weiter. Dann kann man den Motor aber schon mal als Fehlerquelle ausschliessen und muss weitersuchen. Kontrolliere unbedingt die Anschlüsse, die den Maschinenstecker mit der Platine verbinden. Die lockern sich gerne.

Viele Grüße, Gerd


Hallo Gerd,
zunächst vielen Dank für die schnelle Reaktion.
In der Tat sieht das bei der 1027 völlig anders aus, die Platine sitzt auf dem Motor. Abziehbar ist an der Platine ein kleiner, gekröpfter 2er-Stecker, aber ich vermute mal, daß der für die Beleuchtung ist. Ich schaue mir die kompakte Einheit nochmals genau an, denn einen weiteren Steckanschluß habe ich tatsächlich nicht gefunden. Ich meine, der Motoranschluß wäre verlötet, aber ich kann mich auch täuschen.
Die drei Schraubverbindungen zum Maschinenstecker muß man entfernen, da sonst die Platine nicht hochzunehmen ist.

Schönes WE - hoffentlich!
Hans


@ GerdK
die modelle 360 / 362 und 1222 und 1027
unterscheiden sich in der Konstruktion wesentlich

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zeige bitte ein Foto der augenblicklichen situation


Hallo Dieter,

beim Abfotografieren im Büro konnte ich tatsächlich noch ein ganz feines, ausgelötetes Drähtchen entdecken, das ca. 6 mm vom stabil verlöteten zweiten sichtbar wurde. Hab mich eh gewundert, warum kein zweiter Zugang erkennbar war (mit knapp unter 70 hast du halt leider kein Adlerauge mehr heul
So, der Motor läuft nun über das Pedal, aber möglicherweise ist der Anlasser mit 550 Ohm nicht der richtige (?). "TYP: AW 0251" steht drauf zu lesen. Ich habe beim vorsichtigen Hochdrehen den Eindruck, es würde wieder "elektrisch" riechen - kann aber noch altlastig sein.

Gibt es die Möglichkeit zu prüfen, ob der Fußanlasser AW 0251 der richtige für die 1027 ist?

Vielen Dank vorab!

LG
Hans

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Mit bestem Gruß
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BeitragVerfasst: Samstag 7. Juli 2018, 14:07 
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serv

wir arbeiten hier meistens mit Fotos, damit auch die Mitglieder, denen fachausdrücke fehlen oder die sprachlich nicht so gut drauf sind, alles verstehen

da unser Forum alle Mitglieder nur manuell freischaltet, kann auch niemend hier etwas "auf die seite" schaffen

nochmals bitte um Fotos, als anhang hochgeladen

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gruß dieter
der mechaniker


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BeitragVerfasst: Samstag 7. Juli 2018, 17:48 
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dieter kohl hat geschrieben:
serv

wir arbeiten hier meistens mit Fotos, damit auch die Mitglieder, denen fachausdrücke fehlen oder die sprachlich nicht so gut drauf sind, alles verstehen

da unser Forum alle Mitglieder nur manuell freischaltet, kann auch niemend hier etwas "auf die seite" schaffen

nochmals bitte um Fotos, als anhang hochgeladen


Hallo Dieter,
da ich die Photos über PhotoBoot meines MacBooks machen mußte und diese wiederum auf den "Großen" senden und speichern, wollte ich mir das gerne sparen. Nixdestotrotz, jetzt schau ich mal, ob ich sie auch noch hochladen kann - Gott steh'mir bei ...


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BeitragVerfasst: Samstag 7. Juli 2018, 19:13 
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Handraddreher
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mein logischer Error, hab die Fotos zu spät angeguckt; bei diesem Pedal darf es riechen, das ist systembedingt, weil es ein reines Widerstandspedal ist, bei diesem wird am Anfang, also beim langsam Anlaufenlassen des Motors, die gesamte Restspannung über die Wicklungen im Keramikkörper des Pedals regelrecht "verheizt"; diese "Heizung" wird mit zunehmender Drehzahl immer geringer; die Verteilung Motor-Heizung verändert sich nach und nach, weil dann der Motor mehr "Dampf" bzw. Leistung durch mehr Pedaldruck erhält; bei Vollgas schliesst sich ein Kontakt und überbrückt damit die Wicklungen = keine Heizleistung mehr da...
dieses Pedal kann ganz leicht durch eines der Billig-Elektronikpedale ersetzt werden (€ 10 - 15)... light
einerseits wird damit eine feinere Regelung möglich und zum anderen wird
(ausser der technisch bedingten Verlustleistung der Elektronik von einigen wenigen Watt)
dieser Fuss nicht mehr von unten "beheizt" biggrin biggrin biggrin


Zuletzt geändert von uu4y am Samstag 7. Juli 2018, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Samstag 7. Juli 2018, 19:34 
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serv

also diese Fotos sind vorbildlich

der Anlasser kann für diesen Motor bedenkenlos verwendet werden

beim Testlauf sollte die Maschine etwa 1000 Stiche/min bringen
ohne Stoff und Fäden versteht sich

je schneller die Maschine desto höher der ton

wenn du den Kammerton "a" hörst, liegst du richtig

wenn es weniger ist bei Vollgas, liegt irgendwo noch ein Schwergang vor (eingewickelte Fäden)

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gruß dieter
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BeitragVerfasst: Sonntag 8. Juli 2018, 12:40 
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dieter kohl hat geschrieben:
serv

also diese Fotos sind vorbildlich

der Anlasser kann für diesen Motor bedenkenlos verwendet werden

beim Testlauf sollte die Maschine etwa 1000 Stiche/min bringen
ohne Stoff und Fäden versteht sich

je schneller die Maschine desto höher der ton

wenn du den Kammerton "a" hörst, liegst du richtig

wenn es weniger ist bei Vollgas, liegt irgendwo noch ein Schwergang vor (eingewickelte Fäden)



Hallo Dieter,

vielen Dank für diese Informationen, auch ganz herzlichen Dank an die weiteren Tipgeber. Das hat mir sehr geholfen, so daß ich jetzt einen "Härtetest" starten werde, was ich mich vorher insbesondere wegen des (vermutlich als Altlast noch vorhandenen) Schmorgeruchs der Leiterplatte nicht getraut hätte.

Schönen (Rest-)Sonntag, werde bescheid geben, ob alles ok ist nach dem Testlauf.

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