Pfaff 38 im Bremer Umland

Hier könnt Ihr über ebay Auktionen und Auktionen anderer Plattformen diskutieren.
Nachricht
Autor
Twassbrake
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 1171
Registriert: Montag 25. April 2016, 15:52
Wohnort: OWL

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#11 Beitrag von Twassbrake »

Glückwunsch! biggrin

Ich freu mich ja immer wenn die Maschinen gut unterkommen, wenn ich sie schon nicht haben kann. Dann mal viel Spaß mit dem neuen "Spielzeug". tongue
Det, jetzt im Chor:"Ich wünsche mir - hier, im Bereich Maschinentechnik - eigene Foren für Anker, Gritzner und Phoenix!"


Ich hab zu viele Maschinen, die passen nicht alle in die Signatur! :lol27:

Katis
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 10. Februar 2016, 02:28

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#12 Beitrag von Katis »

sd
Twassbrake hat geschrieben:Glückwunsch! biggrin

Ich freu mich ja immer wenn die Maschinen gut unterkommen, wenn ich sie schon nicht haben kann. Dann mal viel Spaß mit dem neuen "Spielzeug". tongue

sd Twassbrake! Mal sehen, ob sich Manoharas Einschätzung vom 'gepflegten Zustand' dann bewahrheitet...
LG
Karin
Maschinen: Adler: 5-27 , 37-7 / Anker: 2 x RZ / Bernina: 125, 1020, 950 / Gritzner: GU Zaubermatic, GUL / Pfaff: 15, 30, 38, 130, 230, 338, 260, 362, 138, 122, 142, 483 / Phoenix: 3 – 78, Universa 249 / Singer: 29 K 27 und andere in Bearbeitung...

Benutzeravatar
Manohara
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 1798
Registriert: Dienstag 26. April 2016, 10:06
Wohnort: Witzenhausen
Kontaktdaten:

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#13 Beitrag von Manohara »

schön beerchug

Katis
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 10. Februar 2016, 02:28

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#14 Beitrag von Katis »

Nun ist sie da, meine ‚Pfaff 38’ – mit ein paar Tagen Verzögerung. Selten so eine saubere Handwerker- oder Industriemaschine gesehen, mal abgesehen von dem oberflächlichen Staub, zumal, wenn man bedenkt, dass sie Baujahr 1939 ist (ca. 2. Halbjahr excla – das gibt einem ja zu denken bzgl. dessen, was damit evtl. auch noch so genäht worden sein könnte…). Alles scheint gängig, leichtgängig zu sein (auch die ZZ-Einrichtung) biggrin , habe allerdings noch nicht genäht, sondern nur am Handrad gedreht. Ich zeige Euch Fotos vom ungereinigten Zustand der Maschine, des Zubehörs und des Tisches.

Manohara hatte recht: Eigentlich ist die Maschine aufgrund ihres Zustands geradezu langweilig. Aufgrund dieser mangelnden Herausforderung denke ich über eine Teilneulackierung nach… wink (der Lack ist eben doch rissig). Mal sehen, wie sich das nach der Grundreinigung und Inbetriebnahme darstellt…
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Maschinen: Adler: 5-27 , 37-7 / Anker: 2 x RZ / Bernina: 125, 1020, 950 / Gritzner: GU Zaubermatic, GUL / Pfaff: 15, 30, 38, 130, 230, 338, 260, 362, 138, 122, 142, 483 / Phoenix: 3 – 78, Universa 249 / Singer: 29 K 27 und andere in Bearbeitung...

Katis
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 10. Februar 2016, 02:28

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#15 Beitrag von Katis »

Und weiter geht's:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Maschinen: Adler: 5-27 , 37-7 / Anker: 2 x RZ / Bernina: 125, 1020, 950 / Gritzner: GU Zaubermatic, GUL / Pfaff: 15, 30, 38, 130, 230, 338, 260, 362, 138, 122, 142, 483 / Phoenix: 3 – 78, Universa 249 / Singer: 29 K 27 und andere in Bearbeitung...

Katis
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 10. Februar 2016, 02:28

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#16 Beitrag von Katis »

Das Beste – neben der Maschine - ist der Inhalt der Schublade! Der Verkäufer hatte wohl erst nach Ablauf der Auktion dort mal reingeschaut und ärgerte sich merklich, dass er diese, selbst für ihn als Laien erkennbaren ‚Schätze’ nicht vorher gesehen hatte und Fotos davon bei der Auktion eingestellt hatte.
Es befanden sich in der Schublade nämlich: Die original Gebrauchsanweisung, mehrere für die Maschine passende Füßchen, ein dreiteiliger Universal-Nähfuß in O-Verpackung (von dessen Verwendung auch in der GA die Rede ist), ein Pfaff Universal Pikier- und Staffierapparat inkl. zugehöriger GA, sowie das übliche Konglomerat von Schrauben, Teilen etc. Außerdem gibt es noch eine Stichplatte mit drei Einsätzen für sog. ‚Schnürlöcher’, die eigentlich der Klasse Pfaff 38 – 14 zuzuordnen sind (analog zur Lochstickereimaschine Pfaff 130 – 14, nur dass die fabrizierten Löcher hier ‚Schnürlöcher’ heißen), allerdings ohne die zugehörigen Ausstanzgeräte - vgl. Bild 3 ganz rechts.

Der Nähfuß ganz rechts auf Bild 2 gehört wohl nicht zur Maschine, weil er zu kurz ist. Und mit dem Fuß ganz links kann ich auch nicht so viel anfangen: Könnte das ein Stopffuß sein?

Und auf Bild 3 das zweite Teil von links (neben dem Greiferinnenleben) scheint mir eine Art Fadenführung zu sein - ich sehe aber nicht, wo die evtl. an der Maschine fehlt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Maschinen: Adler: 5-27 , 37-7 / Anker: 2 x RZ / Bernina: 125, 1020, 950 / Gritzner: GU Zaubermatic, GUL / Pfaff: 15, 30, 38, 130, 230, 338, 260, 362, 138, 122, 142, 483 / Phoenix: 3 – 78, Universa 249 / Singer: 29 K 27 und andere in Bearbeitung...

Katis
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 10. Februar 2016, 02:28

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#17 Beitrag von Katis »

Leider wusste der Verkäufer nichts weiter über die Geschichte der Maschine. Der Vorbesitzer der Maschine (vor dem Verkäufer) ist/war Uhrmacher und hat Tisch und Gestell restauriert (vielleicht ja auch die Maschine gesäubert?), aber ebenso wie der Verkäufer nicht mit der Maschine genäht. Insofern liegt die weitere Geschichte der Maschine leider im Dunkeln…

Der Tisch und das Gestell sind wohl später mal nachgerüstet, ersetzt worden. Leider vom o.a. Uhrmacher in einem sehr gewöhnungsbedürftigen Orangeton (sollte vielleicht ‚Kirsche’ werden?) lackiert. Ich fürchte, damit werde ich leben müssen, da der Erfolg durch Abbeizen, Abschleifen der Holzoberflächen nicht nur extrem aufwändig, sondern auch zweifelhaft wäre. Ich weiß, wovon ich rede, weil ich mal die, allerdings unsachgemäß schwarz lackierten Holzteile eines Pfaff Gestells, in dem sich eine ‚Adler’ befindet, entsprechend behandelt habe und den Urzustand mühevoll wieder hergestellt habe. Der Uhrmacher hat hier aber wohl relativ ‚sachgerecht’ lackiert, was eine Rückführung in den Originalzustand erschwert… Sämtliche Löcher hat er dann mit in anderen Farben lasierten Holzinlays zugemacht, wodurch die Tischplatte so eine Art ‚Op-Art’- Optik gewinnt… rolleyes
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Maschinen: Adler: 5-27 , 37-7 / Anker: 2 x RZ / Bernina: 125, 1020, 950 / Gritzner: GU Zaubermatic, GUL / Pfaff: 15, 30, 38, 130, 230, 338, 260, 362, 138, 122, 142, 483 / Phoenix: 3 – 78, Universa 249 / Singer: 29 K 27 und andere in Bearbeitung...

Katis
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 639
Registriert: Mittwoch 10. Februar 2016, 02:28

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#18 Beitrag von Katis »

Weil mir die Maschine auf Anhieb ‚sympathisch’ war smile , habe ich mir mal die Mühe gemacht, alles, was ich zu diesem Maschinentyp im Netz gefunden habe, v.a. im Vergleich zur ‚Pfaff 138’, in zwei Dokumenten zusammen zu stellen. Ich finde, solche zusammenfassenden, gebündelten Infos zu bestimmten Maschinentypen sollte es eigentlich viel häufiger im Netz geben. Das ‚Nähmaschinerverzeichnis’ ist hier ein sehr guter Ansatz, wenngleich dort die Aspekte ‚Handwerker-, Industriemaschinen’ noch überwiegend fehlen.
Und: Ich kann mir nicht wirklich erklären, warum nur so wenige ‚Pfaffs 38’ (anders als die ‚Pfaff 138’) auf dem Markt auftauchen, immerhin wurde die Maschine, ähnlich wie die ‚130-er’, von 1934 – ca. 1957/58…hergestellt, wenngleich, da Schneidermaschine, sicherlich in sehr viel geringeren Stückzahlen als die Haushaltsmaschine ‚Pfaff 130’. Frage dennoch: Wo sind all die ‚38-er’ geblieben? Habt Ihr Erklärungen?

Leider akzeptiert das Forum keine Worddokumente angry , deshalb jetzt als JPEG Dateien in mehreren Tranchen..., hoffe, das wird lesbar sein...

Gruß und gute Nacht!
Karin
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Maschinen: Adler: 5-27 , 37-7 / Anker: 2 x RZ / Bernina: 125, 1020, 950 / Gritzner: GU Zaubermatic, GUL / Pfaff: 15, 30, 38, 130, 230, 338, 260, 362, 138, 122, 142, 483 / Phoenix: 3 – 78, Universa 249 / Singer: 29 K 27 und andere in Bearbeitung...

Ralf C. Kohlrausch
Edelschrauber
Edelschrauber
Beiträge: 560
Registriert: Sonntag 13. September 2015, 14:21
Wohnort: Berlin

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#19 Beitrag von Ralf C. Kohlrausch »

Katis hat geschrieben:Weil mir die Maschine auf Anhieb ‚sympathisch’ war smile , habe ich mir mal die Mühe gemacht, alles, was ich zu diesem Maschinentyp im Netz gefunden habe, v.a. im Vergleich zur ‚Pfaff 138’, in zwei Dokumenten zusammen zu stellen.
Moin,

viele Späße mit der Neuen. Ein paar Hinweise:

Die Pfaff 130 kam als leichte Schneidermaschine auf den Markt, Schwerpunkt Damenschneiderei und Weißnäherei.
Die Pfaff 38 kann nach Tieferstellen der Nadestange mit Haushaltsnadeln 130/705H betrieben werden.
Ich glaube, Du hast Stichlänge und Stichbreite verwechselt.
Die Pfaff 138 gab es auch mit 6 mm Zickzack.
Meine 38 hat keine 8 mm Stichlänge gemacht.
Pfaff 38, 130 und 138 kamen zunächst ohne Stichlagenverstellung auf den Markt. Später konnte diese gegen Aufpreis bestellt werden. Bei der 138 scheint sie später Serie geworden zu sein; die Bedienungsanleitung, die bei Drachenwelt heruntergeladen werden kann (http://r.search.yahoo.com/_ylt=A9mSs23Z ... Bg7Ndq3cQ-) spricht lapidar davon, dass die 138 die Stichlagenverstellung habe, zeigt aber auch noch Illustrationsfotos ohne.
Die Pfaff 38 kam in der Zeit nach Weltwirtschaftskrise und vor WWII auf den Markt. Nicht die beste Zeit für Investitionen in Kleinbetrieben. Die 38 war zwischen 34 und 134, 114 und 130 vielleicht ein bisschen unglücklich positioniert.
Zu dem Dreiteiligen Nähfuß findest Du Infos in der Österreichischen Nähmaschinenzeitung, irgendwann Mitte der 30er Jahre, wenn ich mich nicht irre (hihihihihi)

Gruß
Ralf C.

Benutzeravatar
det
Moderator
Moderator
Beiträge: 5082
Registriert: Freitag 20. Februar 2015, 11:01
Wohnort: unterer linker Niederrhein

Re: Pfaff 38 im Bremer Umland

#20 Beitrag von det »

Hallo Karin,
Glückwunsch zu diesem kapitalen Fang in deinem Maschinennetz!

Mannometer, alleine das Zubehör hätte schon einen erheblich höheren Preis gerechtfertigt.
Katis hat geschrieben:Der Nähfuß ganz rechts auf Bild 2 gehört wohl nicht zur Maschine, weil er zu kurz ist. Und mit dem Fuß ganz links kann ich auch nicht so viel anfangen: Könnte das ein Stopffuß sein?
Ich glaube, der gehört zu den Augenknopflöchern. Stopffuß glaube ich eher nicht, da die Maschine keinen versenkbaren Transporteur hat.
Katis hat geschrieben:Und auf Bild 3 das zweite Teil von links (neben dem Greiferinnenleben) scheint mir eine Art Fadenführung zu sein - ich sehe aber nicht, wo die evtl. an der Maschine fehlt.
Bei meiner 38 sitzt die Fadenführung zwischen der Fadenspannungsfeder und dem Fadenhebel im Fadenlauf. Mein Teil ist allerdings nicht original und etwas zu kurz, aber hier veröffentlicht.

Viel Spaß mit dem Neuzugang wünscht
Detlef
Ich wünschte mir - hier im Forum im Bereich Maschinentechnik - eigene Unterforen für Anker, Gritzner und Phoenix! lol

Anker Phoenix 549, Phoenix R, 236 & 249, Pfaff 38 & 138 sowie die 'eine oder andere' Haushaltsmaschine

Antworten