Kaufempfehlung beim Einstieg ins Thema Overlock/Coverlock

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Hesse
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Kaufempfehlung beim Einstieg ins Thema Overlock/Coverlock

#1 Beitrag von Hesse »

Hallo zusammen,

bei Nähmaschinen liege ich ja mit mit Pfaff als meine favorisierte Marke glaube ich gar nicht so schlecht, ...ich bin zumindest sehr zufrieden mit all meinen Pfaff-Nähmaschinen.
Die 138 mit nem neuen Servo ist mittlerweile meine Lieblingsmaschine

Wie sieht das mit den Overlock bzw. Coverlock-Maschinen aus?
Von welcher Marke kann man im allgemeinen relativ gefahrlos gebrauchte Maschinen kaufen?

Bei Bildern von Pfaffmaschinen, auch bei älteren Modellen, habe ich häufig "Made in Japan" gelesen. Das ist an sich ja nichts schlechtes, ...
Meine Frage allerdings: Sind das von einer anderen Firma zugekaufte umgelabelte Maschinen? Und wenn ja, wer ist der eigentliche Hersteller und passiert mit den Maschinen mehr als nur eine Labelung? Vertreibt der eigentliche Hersteller auch die Maschinen selbst?
In der Digicamindustrie haben wir das Beispiel Leica/Panasonic, bei denen die Leica-Modelle auch wenn sie weitestgehend identisch mit Panasonic-Modellen sind, meist ein Quantchen besser sind. Ob das den Mehrpreis rechtfertig, sei mal dahin gestellt.

Ich suche eine gebrauchte solide Haushalts-Coverlock/Overlock. Eine günstige Industriemaschine wäre auch denkbar. Auch Hinweise, auf was ich achten muss sind gerne gesehen.
Bis 400,- Euro ist mein finanzieller Rahmen.
Ich weiß für das Geld bekommt man auch schon neue Geräte, ... das widerspricht aber meinem Nachhaltigkeitsprinzip, da ich vermute, dass diese schlecht zu reparieren sind, die Ersatzteilversorgung mager ist und sie daher schneller entsorgt werden müssen.

Gruß
Eberhard
Lieber eine ganze Rolle Nähgarn übrig, als einen einzigen Zentimeter zu wenig

Meine Pfaff-Nähmaschinen: 118, 138-6, 230 Automatic, 262, 1222E, 1471 Creative

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js_hsm
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Re: Kaufempfehlung beim Einstieg ins Thema Overlock/Coverlock

#2 Beitrag von js_hsm »

Meine Frau schwört auf Bernina/Juki..
Adler 30-1, Pfaff 130, Pfaff 1222, Typical GC20606-18

Hummelbrummel
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Re: Kaufempfehlung beim Einstieg ins Thema Overlock/Coverlock

#3 Beitrag von Hummelbrummel »

Hallo Eberhard,

grundsätzlich tut eine Overlock etwas anderes als eine Coverlock; und dann gibt es noch Kombimodelle, die man von einem zum anderen umbauen kann, was aber dem Vernehmen nach meist/ auf Dauer als umständlich empfunden wird.
Du müsstest also zunächst entscheiden, was Du willst/brauchst.
(Ovi versäubert, schneidet die Kante und näht bei Bedarf auch gleich noch zusammen; die Cover macht nur diese doppelte (oder dreifache) Naht, die aussieht, wie mit der Zwillingsnadel, kann aber auch Kettstich, - Aber das wusstest Du vermutlich schon.)
Dann kann man beide noch für vereinzelte Spielereien nutzen.

Ich bin Erstbesitzerin einer Overlock Bernette 334DS, die ich 1996 zur Verlobung bekommen habe, und die immer noch tadellos funktioniert, auch wenn ich das Gefühl habe, dass sie etwas lauter geworden ist. Ich nutze die Maschine hobbymäßig schubweise mal mehr, mal weniger. Scheint ein langlebiges und robustes Gerät zu sein.
Das kann ich hier als eigene Erfahrung beitragen.

Wenn Du die Overlock nicht nur zum Versäubern von Kanten in Webware, sondern auch zum Nähen von Jersey verwendet willst, solltest Du darauf achten, dass sie einen Differentialtransport hat.
Sinnvoll ist es natürlich auch, ein Modell zu haben, bei dem man noch Messer nachkaufen kann. Neue Messer habe ich meiner genau einmal gegönnt, seit ich sie habe, und ich denke, das war da eigentlich auch noch nicht nötig, weil ich sie korrekt bediene, aber wenn Du eine gebrauchte kaufst, dann weißt Du ja nicht, wie oft damit schon senkrecht über Stecknadeln genäht/geschnitten worden ist.

Eine Cover habe ich nicht, kann also keine Erfahrung beisteuern. Bislang erledige ich den Job mit passenden Stichen meiner Nähmaschine. Aber wenn sich mal eine günstige Gelegenheit auftäte, wäre ich versucht, einen Platz dafür freizuräumen.
Es gibt mit Sicherheit viele (ehemals teure) Covermaschinen, die ungenutzt in Hobby-Nähzimmern rumstehen, weil man sich dem Vernehmen nach hier gründlich einarbeiten muss, um fehlerfreie/fehlstichfreie Nähte zu erhalten. Es sollte also grundsätzlich möglich sein, Gebrauchtmodelle in gutem Zustand zu bekommen.

Was bei beiden vielleicht noch eine Überlegung ist, sind die benötigten Nadeln:
Meine Bernette arbeitet mit ganz normalen Maschinennadeln, aber viele Modelle benötigen Overlock/Covernadeln, wobei es auch kein Drama ist, die zu kaufen, man muss es halt wissen. guckstu bei Bedarf hier zu den Unterschieden: https://www.naehratgeber.de/spezialnade ... deln-3068/
Mein Blog –> https://hummelbrummel.blogspot.com
Blogthemen rund um die Nähmaschine hier entlang –> https://hummelbrummel.blogspot.com/sear ... hmaschinen

Hesse
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Re: Kaufempfehlung beim Einstieg ins Thema Overlock/Coverlock

#4 Beitrag von Hesse »

Hallo Hummelbrummel,

ja davon habe ich gelesen, dass der Umbau manchmal recht umständlich ist und manche sich aus dem Grund eine Coverlock- UND eine Overlock-Maschine zulegen.

Für mich ist derzeit die Overlock-Maschine die interessantere. Ich habe da Nähprojekte aus dehnbaren Stoffen im Sinn, die mit einer Overlock doch ein wenig besser zu realisieren sind, als mit einer "Standard"-Nähmaschine.

@js_hsm: Werde auch Juki und Bernina -Modelle genauer anschauen.

Bis dann
Eberhard
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Drikusniet
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Re: Kaufempfehlung beim Einstieg ins Thema Overlock/Coverlock

#5 Beitrag von Drikusniet »

Die coverlock 3.0 wird /wurde auch durch Babylock, Singer und Bernette auf der Markt gebracht. Es gibt unterscheide in wie den aussehen, aber auch welche functionen denn haben. Dabei ist beim Bernette B42 /B46 /B48 ganz deutlich zu sehen das alle 3 dieselbe Maschine ist aber Unterschiedlich ausgestattet. (coverlock / overlock / combi)
Ich habe die coverlock 3.0 seit 1 jahr und bin ganz zufrieden, obschon es etwas Übung und etwas TLC gebraucht hat (habe den gebraucht gekauft)

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