Naehmaschinentechnik-Forum

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 Betreff des Beitrags: Alte Bernina Bernette 330 abgeraucht
BeitragVerfasst: Freitag 28. August 2020, 16:51 
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Registriert: Freitag 28. August 2020, 15:32
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Hi
Ich habe von einer Freundin die alte Bernette 330 von ihrer Großmutter bekommen. Natürlich habe ich sie nach der ersten kurzen Testnaht erstmal ein bisschen sauber gemacht. Als dann alles wieder zusammen war, wollte ich noch ein wenig herumprobieren.
Ich habe einige Nähte gemacht und versucht, die Oberfadenspannung einzustellen. Aber bei der 6. oder 7. Naht, als ich für den Anfang nur ganz wenig auf dem Pedal war, hat es ein kleinen Knall gegeben und die Nähmaschine hat von der Steckerseite angefangen zu rauchen.
Ich habe natürlich schnell den Stecker gezogen, Fenster auf, Ventilator hingestellt und die Maschine aufgeschraubt. Was durchgebrannt war, war ein "rifa pme 271 m", laut google ein Funkenstörkondensator.
https://www.reichelt.de/funkentstoerkon ... dr::206791
Der hier entspricht allen Werten. Kann ich den einfach bestellen, austauschen und alles klappt wieder?
Was sind Gründe, dass so ein Kondensator bruzelt? Muss ich irgendwas bestimmtes beachten, damit das nicht wieder passiert? Kann es einfach am Alter liegen und mit dem neuen sollte alles klappen?

Über ein paar Tips würd ich mich freuen!


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BeitragVerfasst: Freitag 28. August 2020, 17:30 
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Anlasserzerleger
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Registriert: Donnerstag 24. Dezember 2015, 22:08
Beiträge: 280
klar, einfach tauschen, diese gelben "Knallbonbons" wurden jahrelang (warum nur ?) von Bernina verbaut und geben nach 2- 4 Jahrzehnten reihenweise den Geist auf; boewu
ohne läuft die Maschine zwar genausogut, wegen der Funkentstörung muss er aber wieder rein... huh
sonst erlischt die Betriebserlaubnis... excla


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BeitragVerfasst: Freitag 28. August 2020, 18:41 
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Wohnort: 97440 Werneck - Ettleben
Felix100 hat geschrieben: *
Hi
Ich habe von einer Freundin die alte Bernette 330 von ihrer Großmutter bekommen. Natürlich habe ich sie nach der ersten kurzen Testnaht erstmal ein bisschen sauber gemacht. Als dann alles wieder zusammen war, wollte ich noch ein wenig herumprobieren.
Ich habe einige Nähte gemacht und versucht, die Oberfadenspannung einzustellen. Aber bei der 6. oder 7. Naht, als ich für den Anfang nur ganz wenig auf dem Pedal war, hat es ein kleinen Knall gegeben und die Nähmaschine hat von der Steckerseite angefangen zu rauchen.
Ich habe natürlich schnell den Stecker gezogen, Fenster auf, Ventilator hingestellt und die Maschine aufgeschraubt. Was durchgebrannt war, war ein "rifa pme 271 m", laut google ein Funkenstörkondensator.
https://www.reichelt.de/funkentstoerkon ... dr::206791
Der hier entspricht allen Werten. Kann ich den einfach bestellen, austauschen und alles klappt wieder?
Was sind Gründe, dass so ein Kondensator bruzelt? Muss ich irgendwas bestimmtes beachten, damit das nicht wieder passiert? Kann es einfach am Alter liegen und mit dem neuen sollte alles klappen?

Über ein paar Tips würd ich mich freuen!
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--------------------------------------------------------
obwohl ich eingefleischter Pfaffianer bin, muß zu Ehrenrettung nicht nur von Bernina mal etwas klargestellt werden :

daß Kondensatoren abrauchen ist etwas völlig natürliches, weil in der Steckdose 220 Volt waren, als die verbaut wurden.
mittlerweile sind da aber 235 Volt in der Steckdose und das wird noch auf 240 Volt gesteigert.
Elektro- und Elektronische-Artikel vertragen aber nur maximal 10 % Überspannung.
220 Volt + 10 % = 242 Volt
235 Volt + 10 % = 258,5 Volt
240 Volt + 10 % = 264 Volt

wenn ihr die angaben auf den Kondensatoren lest, steht da meistens 250 Volt drauf

ES IST ALSO KEIN WUNDER, DASS DIE DINGER ABRAUCHEN

als Ersatz sollten immer neue Kondensatoren verbaut werden, die bis 275 Volt spannungfest sind

und das gilt für ALLE Elektrogeräte, die Kondensatoren enthalten

_________________
gruß dieter
der mechaniker


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BeitragVerfasst: Freitag 28. August 2020, 19:39 
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Registriert: Freitag 28. August 2020, 15:32
Beiträge: 2
dieter kohl hat geschrieben: *
daß Kondensatoren abrauchen ist etwas völlig natürliches, weil in der Steckdose 220 Volt waren, als die verbaut wurden.
mittlerweile sind da aber 235 Volt in der Steckdose und das wird noch auf 240 Volt gesteigert.
Elektro- und Elektronische-Artikel vertragen aber nur maximal 10 % Überspannung.
220 Volt + 10 % = 242 Volt
235 Volt + 10 % = 258,5 Volt
240 Volt + 10 % = 264 Volt

wenn ihr die angaben auf den Kondensatoren lest, steht da meistens 250 Volt drauf

ES IST ALSO KEIN WUNDER, DASS DIE DINGER ABRAUCHEN

als Ersatz sollten immer neue Kondensatoren verbaut werden, die bis 275 Volt spannungfest sind

und das gilt für ALLE Elektrogeräte, die Kondensatoren enthalten
Aahh, danke für die gute Erklärung. Also einen Papier Kondensator mit 275V und 470 nanoFarad besorgen, den alten rauslösen, den neuen reinlöten, Schrumpfschlauch drauf und alles wieder zu?


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BeitragVerfasst: Freitag 28. August 2020, 20:43 
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Edelschrauber
Edelschrauber
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Registriert: Samstag 17. Juni 2017, 20:22
Beiträge: 3174
Wohnort: 51109 Köln
Der Reichelt-Kondensator aus dem Link hat eine Kapazität von 470 nF. Schau mal sicherheitshalber auf den alten (defekten) Kondensator, ob dort auch dieser Wert steht. Kommt mir ziemlich groß vor, aber möglich ist es natürlich. Bernina kenne ich auch nicht bzgl. Kondensatoren..

Viele Grüße, Gerd


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BeitragVerfasst: Samstag 29. August 2020, 10:50 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

Registriert: Donnerstag 24. Dezember 2015, 22:08
Beiträge: 280
die Berninas hatten/haben Werte von 0,1 bis 0,47µF drin...
da wurde imho einfach ein bisschen rumprobiert, welcher Wert besser arbeitet huh


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