Naehmaschinentechnik-Forum

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 Betreff des Beitrags: Singer 6211 Kegelzahnrad tauschen
BeitragVerfasst: Samstag 15. September 2018, 20:20 
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Registriert: Samstag 15. September 2018, 12:03
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Hallo,
auf meinem Schreibtisch steht seit ein paar Tagen eines unserer Hochzeitsgeschenke, die Singer Samba 2 mit gebrochenem Zahnrad. Die Maschine wurde schon vor Jahren zur "Zweitmaschine" degradiert, weil sie wenig Stiche hat. Aber auch eine "Zweitmaschine" ist sehr praktisch, wenn man zeitgleich zwei verschiedenen Projekte näht. Dann muss man nicht immer neu einfädeln.
Soviel zu den Gründen, warum die Maschine gerettet werden soll. Ich habe mich in den letzten Tagen durch unzählige Seiten gelesen -lol: , um die gesamte Mechanik zu verstehen (Wie gut, dass die Maschine so wenig kann! smile ). Dabei musste ich feststellen, dass die Singerzahnräder wohl keine gute Qualität haben. Sie werden im englischsprachigem Raum von vielen Versendern angeboten und auch bei Amazon ist es zu bekommen. Das neue Zahnrad ist inzwischen eingetroffen.
Auch zum Austausch habe ich schon viel (auf Englisch) gefunden. Leider sind die Maschinen, zu denen ich Anleitungen gelesen habe, nur ähnlich (z.B. die 400er Serie) und nun musste ich feststellen, dass das nicht reicht. In allen Anleitungen heißt es, dass die Welle, auf der das kleine Kegelrad sitzt, nach unten rutscht, sobald man das Kegelzahnrad gelöst hat. Das ist bei mir nicht der Fall. Die Welle sitzt in der Vertikalen bombenfest. Drehen lässt sie sich natürlich genauso leicht wie vorher.
Ich habe jetzt folgende Überlegungen: Ich könnte durch Lösen der drei großen Schrauben die Maschine in der Mitte trennen. Dann müsste doch die Welle das nötige Stück nach unten rutschen, so dass das Zahnrad getauscht werden kann. Ich zögere ein wenig, weil ich wahrscheinlich die drei Schrauben nie wieder fest bekomme. Die Kontermuttern sind kaum zu erreichen.
Ich könne aber auch die Armwelle und alles was sich über ihr befindet abbauen und anschließend das Zahnrad tauschen. Das erscheint mir aber auch sehr aufwendig. Schließlich dauert der Austausch laut mehrere englischer Seiten nur 20 bis 30 Minuten. Und in dieser Zeit dürfte die Einstellung für das Greifer-Nadel-Timer ja auch schon drin sein.
Hat jemand hier im Forum schon einmal so ein Zahnrad getauscht? Über Tipps würde ich mich sehr freuen.
Enno


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BeitragVerfasst: Samstag 15. September 2018, 22:27 
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Edelschrauber
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Hallo Enno,
kannst Du noch Fotos vom eigentlich interessanten Greiferbereich (Kegelradbereich) machen?

Viele Grüße, Gerd


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BeitragVerfasst: Sonntag 16. September 2018, 11:09 
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Hallo GerdK,
Der Greifer wird über einen Zahnriemen angetrieben (siehe Foto). Die Maschine hat nur zwei Kegelzahnräder, die zu sehen sind, wenn man von oben in die Maschine schaut. Das Kegelzahnrad auf der Armwelle ist in Ordnung. Das Kegelzahnrad auf der vertikalen Wellen soll getauscht werden.
Enno


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BeitragVerfasst: Sonntag 16. September 2018, 11:42 
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Nählichtwechsler
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Registriert: Dienstag 20. März 2018, 20:23
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die Achse wird ja nicht nur vom oberen Kegelrad gehalten werden sondern in irgendeiner Weise mit der Lagerung auch axial gesichert sein, das obere Kegelrad wird in seiner Einstellung zur Armwelle verschiebbar sein. Vermutlich muss man den unteren Greiferantrieb entfernen um mehr zu sehen.

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BeitragVerfasst: Sonntag 16. September 2018, 12:20 
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serv

nein !!!

der untere Zahnriemen wird entspannt, damit diese welle nach unten rauskommen kann

löse keinesfalls die Schraub-Verbindung : da gibt es keine Kontermutter

den Erwerb unter Lehrgeld verbuchen und die Maschine …

merke : die an jeder ecke erhältlichen "Ersatzteile" für Singer sind noch schlechter als die Originalqualität

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gruß dieter
der mechaniker


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BeitragVerfasst: Sonntag 16. September 2018, 18:37 
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Hallo Alfred, Hallo Dieter Kohl,
Den Zahnriemen für den Greifer hatte ich schon gelöst (das weiße Teil). Auch die Stange, die für die Auf- und Abwärtsbewegung des Transporteurs zuständig ist, hatte ich schon lose. Trotzdem will die Welle nicht nach unten raus.
Es muss also tatsächlich eine axiale Sicherung geben, wie Alfred vermutet. Fragt sich nur, wo.

Mag sein, dass die Ersatzteile noch schlechter sind als die Originalteile. Das würde auch erklären, warum kein Nähmaschinenmechaniker die Maschine reparieren will. In dem Fall würde ich auch keine Garantie auf eine Reparatur übernehmen. biggrin Allerdings wäre eine Maschine mit schlechtem Ersatzteil ja erstmal wieder nutzbar. Und wenn ich jetzt herausfinde, wie man das Zahnrad wechselt, kann ich es ja auch immer wieder wechseln. Kostet dann ja nur ein neues Zahnrad. biggrin

Enno


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BeitragVerfasst: Sonntag 16. September 2018, 20:47 
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Nählichtwechsler
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schau mal unter dem oberen Kegelrad ob da darunter evtl. noch ein Wellensicherungsring ist.

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BeitragVerfasst: Sonntag 16. September 2018, 21:12 
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Edelschrauber
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Registriert: Samstag 17. Juni 2017, 20:22
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Enno hat geschrieben:
Hallo Alfred, Hallo Dieter Kohl,
Den Zahnriemen für den Greifer hatte ich schon gelöst (das weiße Teil). Auch die Stange, die für die Auf- und Abwärtsbewegung des Transporteurs zuständig ist, hatte ich schon lose. Trotzdem will die Welle nicht nach unten raus...Enno
Hallo Enno, ich kenne die Maschine zwar nicht. Aus Erfahrungen mit anderen Maschinen weiß ich aber, dass manchmal die Madenschrauben des Kegelrades (die Du wahrscheinlich gelöst hast) Grate in der Welle verursachen, die dafür sorgen, dass sich die Achse des Kegelrades trotz gelöster Madenschrauben nicht austreiben läßt. Falls so etwas der Fall ist, hilft nur ein wenig "verhaltene Gewalt" via leichten Schlägen auf die Achse.
Ich schreibe das nur der Vollständigkeit halber, ob es hilft, weiß ich nicht. Aber es kann ja nicht schaden. smile

Viele Grüße, Gerd


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BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 18:58 
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Beiträge: 6
Hallo Alfred, Hallo GerdK,
Ich hab den Bereich unter dem Kegelrad noch mal genau unter die Lupe genommen. Die Welle läuft in einer Buchse. Zwischen dem wieder festgeschraubten Zahnrad und der Buchse ist 1mm Platz. Eine Sicherung ist nicht zu sehen. Wenn die Madenschraube des Kegelrades einen Grat verursacht haben sollte, so rutscht die Welle leider gar nicht so tief, als dass die Welle dadurch an der Buchse bremsen könnte.
Die Welle hat oben und unten augenscheinlich den selben Durchmesser (schwer zu messen). Ich hatte schon gedacht, dass sie oben vielleicht dicker ist und sich nach unten irgendwo verjüngt und deshalb nicht nach unten rutscht.
Enno


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BeitragVerfasst: Montag 17. September 2018, 19:15 
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Nählichtwechsler
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Registriert: Dienstag 20. März 2018, 20:23
Beiträge: 233
Wohnort: Gauting bei München
lässt sich die Welle axial bewegen, auch wenn es nur 1/10 mm ist, so dass man feststellen kann ob irgendwo ein Anschlag ist?
Sind an den Enden Lager erkennbar oder geht die Welle direkt ins volle Material?
Ist der Bereich zwischen oben und unten im Gehäuse frei sichtbar?

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