Naehmaschinentechnik-Forum

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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 07:26 
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Hi Ihr alle,

ich hatte ja für mein Stickprojekt eine Neckermann Maschine ohne jeglichen Antrieb gekauft. Nun steht sie mit ihrem angebauten Servomotor unverwendbar rum und ich überlege eine kleine Steuerung zu bauen um den Servo als Antrieb verwenden zu können. So ein Servo kann natürlich wesentlich mehr als ein normaler NähMa-Antrieb. Was ist denn da im Industriebereich so üblich? Was würde man sich wünschen, wenn man die Wahl hat? Mir fällt mal so auf Anhieb ein:
- Kraft von Drehzahl 0 bis einstellbare Obergrenze
- Stop der Nadel z.B. auf OT
- das Handrad läßt sich, wie bei Industriemaschinen nicht mehr frei drehen, also Bedienelemente dafür nötig. Wie sieht so etwas aus.
- woran habe ich nicht gedacht?

Binn mal auf eure Anregungen gespannt...
Pardini


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 08:09 
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Stichplattenentferner
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Servus!

Was ist denn das für ein Servo(?) Motor an deiner Neckermann? War der da schon dran? Ist das eine normale Haushaltmaschine?
Ähnliche Überlegungen habe ich auch. Aber eben eine Maschine mit normalem Motor auf Servo umrüsten. Ich habe hier eine 262, die wirklich top näht und die ich gerne weiter für "normale" Nähsachen verwenden würde. Aber eben mit der schönen Ansteuerung, der Nadelpositionierung und der Kraft eines Servomotors. Auch die Zuverlässigkeit in Hinsicht auf die elektrischen Bauteile des Anlassers z.B. möchte ich nicht vernachlässigen.

Zu deinen Fragen:

- Kraft von 0 an kannst du vergessen. Alle Servos, die ich bisher gefunden habe, fangen bei mindestens 100 rpm erst an. Zumindest die im bezahlbaren Bereich, die ich mir bisher angesehen habe. Im echten Industriebereich könnte das evtl. anders aussehen.

- Geht. Problemlos. Aber: eine eventuelle Untersetzung darf nicht zu krass ausfallen. Das mögen die Steuerungen nicht. In bestimmten Bereichen und mit anderen Einschränkungen (Nadelstopp zufällig oben oder unten) kann man da aber etwas basteln.

- Das Handrad lässt sich weiterhin drehen. Der Motor ist ja nicht blockiert. Aber: entweder man ist sehr vorsichtig, das man nicht mal die Finger zwischen Riemen und Riemenscheibe bringt oder man baut sich eine Abdeckung. Oder das Handrad ist weiterhin größer als die Riemenscheibe.

- Eine Motorhalterung muss selbst gebaut werden (mir ginge es eben darum, den Motor nicht wie üblich bei Servos fest am Tisch zu haben, sondern die Maschine weiterhin beweglich zu haben. Also Motor und Steuerung fest an der Maschine zu haben). Und da die Servos etwas größer, von der Befestigung komplett anders und evtl. auch schwerer sind, sollte das wohl überlegt sein. Die übliche Schraube am Gehäuse reicht m.M.n. nicht. Und auch die Steuerung (ein zusätzliches Gehäuse) will immer dabei sein.

- Der Anlasser: am festen Tisch kein Problem. Für den flexiblen Betrieb müsste man die Hebelage vom Motor trennen und irgendwie separat in eine Art Pedal umbauen. Irgendwie... Evtl. eine Anlasserbox?

Geht alles bestimmt... Mit ein basteln und Zeit. Irgendwann... beerchug

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Pfaff 30, 30/31, 130 Biesen, 2x 262 und 138, Adler 396-121, Anker RZ, Gritzner GU Zaubermatic, Singer 316G und irgendwie vermehren sich die....


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 13:51 
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Werdenfelser hat geschrieben:
Was ist denn das für ein Servo(?) Motor an deiner Neckermann? War der da schon dran? Ist das eine normale Haushaltmaschine?

Nein, die war ohne Motor, den habe ich dran gebaut. http://naehmaschinentechnik-forum.de/download/file.php?id=15845&mode=view weiteres kann man auch im betreffenden Thema nachlesen http://naehmaschinentechnik-forum.de/viewtopic.php?f=43&t=3835
Zitat:
- Kraft von 0 an kannst du vergessen. Alle Servos, die ich bisher gefunden habe, fangen bei mindestens 100 rpm erst an.

das war weniger als Frage zu verstehen, das ist bei meinem Servo aber möglich und soll auf jeden Fall so realisiert werden.
Zitat:
- Das Handrad lässt sich weiterhin drehen. Der Motor ist ja nicht blockiert.

Durch den Positionierbetrieb des Servos hält der Motor dort wo er gerade steht fest, bzw. regelt wieder genau dort hin zurück wo er vor der Auslenkung war. Dadurch kann man nicht mehr einfach am Handrad drehen. Bei den wenigen Industriemaschinen die ich kenne war es aber auch so. Dort ging nach loslassen des Anlassers eine Bremse rein.
Zitat:
- Eine Motorhalterung muss selbst gebaut werden (mir ginge es eben darum, den Motor nicht wie üblich bei Servos fest am Tisch zu haben, sondern die Maschine weiterhin beweglich zu haben.

Hab ich ja alles schon. Die Maschine hatte ich für ein anderes Projekt mit dem Servo hergerichtet und ist jetzt übrig und wollte, da ich nun normal damit nähen möchte, eine kleine Steuerung bauen die den Servo passend ansteuert. Mir geht es hier in erster Linie um Ideen, was man dieser Steuerung an sinnvollen Funktionen verpassen sollte.

Pardini


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 14:23 
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Nadeleinsetzer
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Wohnort: Landkreis Diepholz
Hallo Pardini,
ich würde noch folgend Funktionen dazunehmen :
-Wahlweise Maschinenstop Nadelhoch/Nadeltief-Stellung
-Stichzahl bei kurzem Pedaldruck begrenzen (2-3 Stiche Naht Anfang/End-Riegel erstellen)
M.f.G. Falk

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Industrienähmaschinen: Adler, Dürkopp, Pfaff


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 14:42 
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Stichplattenentferner
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Registriert: Sonntag 19. März 2017, 21:06
Beiträge: 118
Ah so! Dein Servomotor ist also was anderes wie mein Servomotor. Ich bin von den käuflichen "Nähmotoren" ausgegangen.

Wenn es so ist, du hast ja schon alles angesprochen!
Nadelstop nach persönlichen Belieben finde ich sehr angenehm und will es nicht mehr missen, aber auch langsames Anlaufen/ Beschleunigen.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 17:36 
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Edelschrauber
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Registriert: Donnerstag 28. Juli 2016, 16:52
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Die Bremse bei den Industriemotoren ist tatsächlich eine Bremse und keine Aussteuerung.
Die mechanische Bremse sitzt auf der Motorwelle und wird durch leichtes treten des Pedals gelöst. Dann lässt sich das Handrad ganz normal drehen.

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Euer Frogsewer,
... der mit Blut im Öl


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 18:45 
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Frogsewer hat geschrieben:
Die Bremse bei den Industriemotoren ist tatsächlich eine Bremse und keine Aussteuerung.
Die mechanische Bremse sitzt auf der Motorwelle und wird durch leichtes treten des Pedals gelöst. Dann lässt sich das Handrad ganz normal drehen.

jetzt wo du es sagst, kommt mir das bekannt vor. Ich hätte nach der Reparatur der Maschine (Motorwechsel) einer befreundeten Schneiderin auch mal damit nähen und nicht nur mit der Hand das Pedal betätigen sollen. Aber du hast recht, da war so eine Art Druckpunkt. Sicher die sich lösende Bremse.
Das kommt in das Pflichtenheft. Ohne Pedaldruck = Motor gebremst, leichter Druck - möglichst mit spürbarem Druckpunkt = Freilauf, tritt man weiter läuft der Motor an.

Wie muß ich mir die Bedienung für die Funktion 2-3 Stiche vorstellen? Kurzer "kick" nahe Vollgas und wieder runter?
Wie wählt man den Nadelstop oben/unten an Profimaschinen aus?

Pardini


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 18:51 
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Edelschrauber
Edelschrauber

Registriert: Donnerstag 28. Juli 2016, 16:52
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Schau dir für die Idee mal "Quick Rotan" Quick Digital" an... das ist dann die Vernähfunktion... 2 vor..3 zurück und dann beliebig vor.. am Ende 3 zurück und 2 vor.

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Euer Frogsewer,
... der mit Blut im Öl


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BeitragVerfasst: Donnerstag 7. Dezember 2017, 19:06 
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danke Frogsewer, das wäre eine sehr schöne Funktion aber mir scheint das ich das nicht nur mit dem Motor allein steuern kann. Dazu müßte meine Steuerung wohl auch den Transporteur der Maschine umschalten können und dann passend dazu den Motor kurz anlaufen lassen. Elektronisch kein Problem, wohl eher ein mechanisches und Platzproblem da noch einen kräftigen Zugmagneten oder anderen Aktor in/an der Maschine unterzubringen. Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen...

edit: habe endlich Dokumente zu QuickRotan gefunden und mich inzwischen belesen können. Dessen Steuerung hat tatsächlich mehrere Schaltausgänge für Magnete an Nähpuß, Fadenschneider, Transporteur. Das würde ein massiver Eingriff in die Maschine selbst und geht zu weit. Wenn man das alles wirklich sinnvoll benötigt, braucht man keine umgebastelte Haushaltsmaschine sondern eine Industriemaschine mit 3fach Transport.

Pardini


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BeitragVerfasst: Freitag 8. Dezember 2017, 16:06 
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Nadeleinsetzer
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Registriert: Samstag 21. Oktober 2017, 09:50
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Ich habe mir auch überlegt um einen Servomotor in meine 362 ein zu bauen. Irgendwann...

Um vor- und rückwärts zu steuern, das würde mir auch zu weit gehen.
Schon eine Vorwahl der Stichzahl würde mir reichen, möglicherweise einstellbar über rotary Encoder (Drehgeber?) oder mehrere Tasten o.Ä.

Ich hatte es mir so vorgestellt: der Vor-/Rückwärtshebel einfach selbst betätigen und die Taste drücken, und die Maschine näht die gewählte Anzahl von Stichen.
Wenn Taste und Hebel nahe beieinander montiert sind, würde die Bedienung schon klappen mit einer Hand.

Eine solche Funktion wäre auch nützlich, wenn man Stich für Stich nähen möchte.

Zitat:
- das Handrad läßt sich, wie bei Industriemaschinen nicht mehr frei drehen, also Bedienelemente dafür nötig. Wie sieht so etwas aus.
Könnte man auch mit einem rotary Encoder machten. Bedienung zum Beispiel mit einem Drehknopf oder einem kleinen Rad (ähnlich der manuellen Bedienung einer CNC-Maschine).

Groeten uit Amsterdam, Bart


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