Naehmaschinentechnik-Forum

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Januar 2018, 08:22 
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Edelschrauber
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messenger61 hat geschrieben:

Edit: da verkauft jemand Scheiben für genähten Zickzackstich für 15 EUR (oder nur die Cad-Datei?) https://www.shapeways.com/shops/growyourownclothes
Ich hab aber nicht vor, in die Scheibenkonstruktion einzusteigen, jedenfalls nicht so schnell.



Hm, interessant.....

Was die Technik hinter der Automatik angeht - ab und zu denk ich ja über so was nach:
Bei den Borletti und den flachen Singer (z.B.316G) ist ja das Prinzip: "ein Stich pro Zacke".
Die alten Pfaff (260, 362) müssen nach einem anderen Prinzip funktionieren.
Da haben die Kurven keine Zacken (oder nur an der Stelle, wo im Muster ein entscheidender Einschnitt ist).

An einer anderen Stelle in der Mechanik (am Hebel rechts oben bzw. einen Exzenter auf der betreffenden Welle) wird geregelt, wie viele Stiche die Maschine brauchen soll, bis sie das Muster abgearbeitet hat.
Dadurch kann man die einzelnen Muster länger und kürzer einstellen, wobei die Stichdichte (über die Stichlänge geregelt) erhalten bleibt. ...
Aber bei denen kann man die Kurven ja leider nicht einfach so austauschen. (und einen Rückwärtsgang im Muster haben sie auch nicht.)

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Januar 2018, 12:47 
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Edelschrauber
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Hummel, ich denke, das Wirk-Prinzip unterscheidet sich bei den Maschinen per se nicht:

die Kurve reguliert zumindest die Stichbreite bzw, die Nadelposition, des weiteren noch
(gerade bei den alten Elna Disks zB durch zweite Ebene gut sichtbar) kommt über die
Kurvenscheibe noch eine Veränderung der Stichlänge. Die Kurvenscheiben nehmen der
NutzerIn nur das "mühsame" Handling mit den Hebeln ab - so funktioniert das mit den
nachrüstbaren "Aussenautomatiken" die es bei Anker oder bei Necchi das Wonderwheel
macht.

Unterschiedlich sind dann nur die Drehgeschwindigkeit der Scheibe im Verhältnis zum
Nadelantrieb und die Steuerung zu den Stellmechanismen von Stichbreite, Länge und
evtl. sogar des Transporteurs (wodurch zb zumeist Rückwärts nicht geht).

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Januar 2018, 17:06 
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Edelschrauber
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Hm - grübel....

entweder wir reden aneinander vorbei und meinen das Gleiche mit anderen Worten, oder es ist doch anders.
(geht aber eigentlich ziemlich weg von Singerthema)....

Einfachautomatik -> eine Kurve/Schablone für ein Stichmuster.
Die Kurve regelt die seitliche Nadelposition. Z.B. Singer 316G, Borletti 1101.
Macht man die Stichlänge länger, werden die Stiche auseinandergezogen, also aus einem Satinstich wird ein Zickzackstich mit unterschiedlicher Stichbreite.

Super-Automatic/Duplomatic etc -> 2 Kurven/Schablonen für ein Stichmuster. Die eine regelt die Nadelposition, die andere den Stofftransport (vorwärts, rückwärts, relative Stichlänge zueinander)
Bei der Borletti 1102 sind es zwei separate Scheiben. Andere Maschinen kenne ich nicht aus eigener Anschauung, habe aber ziemlich viel Bilder angeguckt, bin mir ziemlich sicher, dass jene Elnas, Meisters und Singer usw, die ich mit diesen Dopppelscheiben gesehen habe, nach diesem Prinzip arbeiten.
Da sind die beiden Scheiben dann quasi nebeneinander angeordnet.

Die Pfaff 260/360 hat demnach eine Einfach-Automatik (nur Nadelposition wird gesteuert, kein Rücktransport), aber man kann zusätzlich die Musterlänge bei gleicher Stichdichte regeln und damit die Muster länger oder kürzer machen, wie ich oben schrieb. Die Kurven funktionieren anders. Nicht stichweise, sondern mit "Kurve" im engeren Wortsinn.

Ist aber eigentlich auch egal.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Januar 2018, 20:33 
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Greiferpolierer
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Dann hätt mich aber interessiert was bei der Supernova ultra die 3. Scheibe macht.

Bei der Borletti stört ja bez. der Transporteur-Steuerung: mit Scheibe gibt's nur halbe Transportlänge, aber dafür vor- oder rückwärts.
Wollte man auf diese Weise die volle Länge des Stofftransports vor- und rückwärts realisieren, dann müsste man den Hebel der Transportersteuerung sehr weit bewegen.
Das wäre mit Steuerscheiben (theoretisch) möglich, aber bei schneller Nähgeschwindigkeit würde höchstwahrscheinlich die Transporteursteuerung nicht mehr hinterherkommen.
Daher dachte ich eigentlich, es gäbe Maschinen, bei denen die eine Scheibe die Stofftransport-Distanz steuert, und eine andere die Richtigung: vor-/zurück.
Das _könnte_ (muss nicht) das Näh-Geschwindigkeitsproblem lösen.

Die andere Sache ist natürlich die Zahl der Stiche pro Scheibenumdrehung. Hatte ich bisher nicht dran gedacht. Variabel wäre prima. Aber dann braucht man wirklich eine sehr kontinuierliche Scheibenform.

Wahrscheinlich ist bei allen Stichmuster-Schablonen ein Kompromiss mit eingebaut: der Hub der Abtaster darf nicht zu groß werden zwischen zwei Stichen, es geht also nicht jedes theoretisch denkbare Muster (oder nur bei geringer Geschwindigkeit). Bei der Singer 720 gibt's nur erbärmlich wenige Muster.

Edit: Richtig doof ist bei den meisten Scheiben mit zwei Ebenen diese starre Koppelung, aus der man nur einen Stich rausbekommt. Da sind ja sogar fest eingebaute Scheibenstapel flexibler, wenn es um die Kombination geht. Das ist die Borletti eigentlich im Vorteil (wenn auch nicht sehr anwenderfreundlich).
Gibt es eigentlich keine Industrienähmaschinen mit fleiblen Zierstich-Möglichkeiten??

Grundsätzlich sind die elektronischen Maschinen in der Hinsicht Stichprogrammierung eigentlich optimal: man kann alles aufeinander abstimmen: zum Muster passende maximale Nähgeschwindigkeit, Strecke und Regelbarkeit Vor-und Rückbewegung usw. und das ist gleichzeitig flexibel / leicht programmierbar. Aber wie das in der Maschine mechanisch umgesetzt wird ist mir nicht ganz klar. Ich wüßte aber wie ichs angehen würde.

Übrigens ist der nächste Borletti-Scheibensatz geschnitten (mit kleinen Problemen).

Edit: ach ja: der Laser war tatsächlich etwas dejustiert. Konnte jetzt aber nicht mehr korrigert werden.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 10. Januar 2018, 21:28 
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Greiferpolierer
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Die Singer 720 ist angekommen. Extrem gut verpackt und augenscheinlich mit allem Zubehör.

Da sind ja gar nicht viele Plastikzahnräder drin! Und die sichtbaren sind ok, nicht mal besonders gelblich.
Allerdings ist die vergilbte "Mürbeplastik"-Bodenplatte angebrochen und ein Plastikteil unbekannter Herkunft (Gehäuse?) steckte genau in den Greiferzahrädern

Was ich nicht verstehe: gab es von der Maschine verschiedene Versionen? Ich dachte der Transporteur-Antrieb wäre auch mit Zahnrädern ausgestattet.
Bei meiner scheint das ein Metall-Exzenter zu sein.

Edit: wie kriegt man eigentlich diesen Maschinentyp am besten aussen sauber? Also auch Zubehörbox und Plastikkoffer? Auto-Lackreiniger?


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BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 08:35 
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Edelschrauber
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BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 19:38 
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Edelschrauber
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Also erst mal: Herzlichen Glückwunsch zur Maschine und dazu, dass sie solider zu sein scheint als ihr Ruf!

Ich bin gespannt, was Du noch so davon berichtest.....

PS: Zum Putzen von ziemlich viel nehme ich mittlerweile immer erst mal einen Mircofaserlappen ohne Putzmittel und komme damit meist auch sehr weit. Hat bei den Nämas eigentlich gereicht.
Ansonsten, wenn's unbedingt ein Mittel sein muss, würde ich zu Elsterglanz-Kuststoffkraftreiniger greifen, aber das muss man im Einzelfall testen.

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BeitragVerfasst: Donnerstag 11. Januar 2018, 22:53 
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Greiferpolierer
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Danke, ja: ich versuchs erst mal mit Microfaser und normalem Autolack-Reiniger.
Für verklebte Ölreste habe ich notfalls noch so hochtoxischen Ölfleck-Entferner.
Bei dem ist schon das Lesen der Gefahrenhinwiese gefährlich.


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BeitragVerfasst: Freitag 12. Januar 2018, 05:41 
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Edelschrauber
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Es gibt auch alkoholfreien Nagellackreiniger (aber Vorsicht) (zB today bei REWE 0,99 in "rosa")

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BeitragVerfasst: Samstag 13. Januar 2018, 09:52 
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Greiferpolierer
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Ersatzteile für die Maschine brauche ich keine, bisher sind keine Defekte erkennbar.
Fotos gibts unter "Singer 720 - komplett"


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