Naehmaschinentechnik-Forum

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Donnerstag 4. Januar 2018, 17:27 
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Edelschrauber
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Beiträge: 2288
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det hat geschrieben:
Hallo Wolfgang,
Manohara hat geschrieben:
was fällt Euch den so dazu ein?
das einzige, was mir dazu bislang einfällt, ist: Danke an dich und die Fa. Kremer für die tollen Informationen!

Ich schaue jetzt mal, in welchem Behälter ich 1,36 Tonnen Leinölfirnis anrühren kann :lol27:

Gruß
Detlef

Da hätte ich eine Lösung für dich
Dateianhang:
betonmischer-lkw-7785250.jpg
-lol:


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Elna supermatic, ZZ und SU sind meine Hauptmaschinen, Singer 66, Singer-Klon von Rast & Gasser, Kayser L und noch so einige biggrin biggrin biggrin


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Samstag 6. Januar 2018, 21:59 
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Greiferpolierer
Greiferpolierer

Registriert: Montag 24. Juli 2017, 17:33
Beiträge: 496
Ähem:
- Bleimangan = giftig
- Bleiglätte (Bleioxid) = giftig
Nicht gut für's Nervensystem.
Solche Maschinen sind also im Prinzip Sondermüll.

Und dünnfüssig darfs auch nicht sein, da der dickflüssige Lack ja Guss-Ungenauigkeiten ausfüllen sollte.
Fahrradlack dürfte da schon mal falsch sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Januar 2018, 10:21 
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Anlasserzerleger
Anlasserzerleger

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Manohara hat geschrieben:
Aber inzwischen ist München weit für mich ... boewu


Wenn du mir sagst nach was ich suchen muss, gehe ich mal ins Museum und schaue nach.
Mich interessiert das nämlich auch.

Hast du schon irgend etwas davon angerührt und eine Maschine damit bestrichen?

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Neuestes Mitglied der Familie : Singer 17-16
Ich glaube ich bin süchtig...


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Sonntag 14. Januar 2018, 12:09 
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Edelschrauber
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Weil ich momentan mit dem Umzug meiner Werkstatt beschäftigt bin, habe ich für diese schönen Feinheiten nur gedanklich Zeit.


Du würdest im Deutschen Museum nach Fachliteratur suchen? lol

Ob die Bücher aus dem Haus geben, erinnere ich mich nicht mehr - es ist 20 Jahre her, dass ich dort war.
Ich konnte damals kopieren, was ich gerne haben wollte ...

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allerlei schwarze und graue Pfaffs, 2 schwarze Gritzners, 1 grüne Husquarna, 1 moderne, mechanische Bernina, 4 Phoenix Universa 249, 1 Leder-Adler und dann noch 1 kaputte FREIA ... mehr brauche ich eigentlich nicht zum glücklich sein tongue


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Montag 15. Januar 2018, 12:40 
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Edelschrauber
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jetzt habe ich nochmal drüber nachhgedacht und Folgendes ist dabei rausgekommen:

Ich bin kein Fachmann (und werde keiner), deswegen kann ich nicht vorher sagen, nach was genau ich suche.

Ich werde die Anregung (vielleicht) aufnehmen und mir antiquarisch Bücher besorgen, in denen ich (vielleicht) was finden kann, was mir "den schwarzen Lack" näher bringt.
Ein Besuch in der Biblothek des Deutschen Museum könnte mir insofern helfen, als ich (vielleicht) auf Spuren gebracht würde. Dazu müsste ich aber selber in den Inhaltsverzeichnissen stöbern, hin und her-blättern und mich anregen lassen, wo ich weiter suche.

Danke in jedem Fall für das Angebot.

Sollte ich bei meinen Untersuchungen "was Brauchbares" finden, werdet ihr sicher davon hören.
Bei mir ist es allerdings so, dass sowas sich manchmal über Jahre hinzieht und ganz woanders hinführt, als ich ursprünglich geplant hatte tongue

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Dienstag 16. Januar 2018, 20:03 
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Greiferpolierer
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Beiträge: 496
War das schon da? Linky
http://antiqueradios.com/forums/viewtopic.php?f=2&t=172058
Rezepte und Beschreibung für Guss-Beschichtung einschl. Nähmaschinen-Reparaturlack: "A Handbook on Japanning" von 1913
http://trestore.wkfinetools.com/worksRecipes/1913-Japanning/0_img-pdf/1913-aHandbookOnJapanning-WilliamBrown-ne.pdf


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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Mittwoch 17. Januar 2018, 00:11 
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Edelschrauber
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mein Englisch ist nicht so doll ...

was ich über "Japanlack" (der Kautschuk-ähnliche Baumsaft) weiß ist, dass die Verarbeitung eine ziemlich präzise Hitze und Luftfeuchtigkeit braucht.
Das mit der Hitze wäre noch irgendwie denkbar, aber die starke Luftfeuchtigkeit wird vermutlich Rost-Probleme machen - mal abgesehen davon, dass der ganze Aufbau technisch relativ aufwändig ist.
Was die Öle, Fette und eventuelle Kunststoffe bei der Erwärmung machen, kann ich nicht einschätzen.

Das Ergebnis, wenn es denn fertig ist, hat allerdings umwerfenden Charme.
Das fände ich noch weit beeindruckender als die original-Maschinen-Lacke die ich so erlebt habe.

Ich habe mehrfach Anläufe gemacht, "edele Arbeiten" mit Urushi (Japanlack) zu überziehen, war aber bisher nie erfolgreich ... zu kompliziert für mich.

Also:
Für meinen Geschmack ein sehr lohnenwertes Experiment, aber vermutlich deutlich aufwändiger als einen original-Lack zu "finden" und einzusetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Montag 22. Januar 2018, 22:06 
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Edelschrauber
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Das "Praktische Rezeptbuch für die gesamte Lack- und Farben-Industrie" von Louis Edgar Andes liegt mir vor.

Es ist ziemlich vergilbt (1922) und das Exemplar musste noch "aufgeschnitten" werden (die Seiten hingen zum größten Teil noch zusammen).

Das ist rappelvoll mit Rezepten.
Aber Beschreibungen der Eigenschaften oder Unterschiede von Rezepten fehlen vollständig.
So findet man zum Beispiel im Inhaltsverzeichnis unter "Schwarz" :
Schwarzer Eisenlack, Schwarze Politur, Schwarzer Japanlack (eindeutig kein Urushi), Lack für Kamera, Metallglanzlack. Militärlack, Tauchlack, Schwarzlacke für die Ofentrocknung ... und so weiter und so fort (dies ist eine sehr kleine Auswahl).
Man muss also raten, was das Richtige sein könnte, oder aber alles ausprobieren.

Selbstverständlich werden reichlich Bleimenninge und ähnlich leckere Substanzen genannt - die mir zum großen Teil garnichts sagen, wie zum Beispiel "gemahlene Glätte" oder "Teerruß" ...

Meine Hoffnung war/ist, das ich rausfinde, welches Material für die wunderbaren schwarzen Oberflächen der Nähmaschinen benutzt wurde (möglicherweise ganz unterschiedliche Rezepte) und dann jemanden zu finden, der das herstellt.

In diesem Buch werde ich noch mehr lesen, (und finde es auch "ganz witzig") aber mein erster Einduck ist:
Es hilft mir praktisch garnix.
Ich erfahre nicht, welche Rezeptur irgendwo tatsächlich benutz wurde und ob ich Richtungstipps finde, bezweifele ich ..

Na ja, so ist das lustige Privat-Forscher-Leben rolleyes

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Dienstag 23. Januar 2018, 10:52 
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Edelschrauber
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zum Beispiel habe ich "erforscht", dass es Lacke gab, die wurden aus Bernstein hergestellt, für Pappmache´ (kommt bei mir oft vor).
Als ich Mal ein winziges Stück Bernstein brauchte, war das sehr teuer.
Ich nehme an, heute wird kein Bernstein mehr zu Lack verarbeitet ... rolleyes

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 Betreff des Beitrags: Re: der schwarze Lack
BeitragVerfasst: Samstag 27. Januar 2018, 09:59 
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Edelschrauber
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... gestern bekam ich das "Chemisch-Technisch. Rezept-Taschenbuch", leider ohne Angabe des Erscheinungs-Jahres. Ich schätze es auf 1920.

Da wird man vom Inhaltsverzeichnis unter "Nähmaschine" auf Seite 397 geleitet.
Dort steht: (ich kürze das)
"Bestes Schmiermittel für feine Maschinen (Nähmaschinen, Fahrräder) und kleine, rasch rotierende Achsen":
Frische Ochsen, Kälber oder Schweineklauen 1/4 Stunde lang aufkochen und dann heiß halten.
Das sich absetzende Fett abschöpfen und in Flaschen dem Licht aussetzen, bis es zu einer "wasserhellen Flüssigkeit gebleicht ist".


Es gibt auch viele Rezepte für Lack da drin ... wieder ohne ausreichende Erklärungen, welche Eigenschaften die Ergebnisse haben.

Im Zusammenhang mit "Nähmaschinen, Fahrrädern und allerhand Eisenwaren"wird "Asphaltlack" genannt (das wurde hier im Forum auch erwähnt).
Gegen die "Einflüsse von Luft, Nässe, Staub usw." kämen "nur die die fetten Lacke in Betracht" und unter diesen seien die aus Kopal hergestellten die besten.

Wenn ich es richtig verstehe, werden "fette Lacke" auf Leinölbasis hergestellt ... und "Harz" sei drin (von Bernstein ist auch mehrfach die Rede)
Deren Herstellung sei "In richtiger Weise überhaupt nur in einer Fabriksanlage möglich".

Parallel diese Info aus demselben Buch:
"Asphaltpetroleumlack für Eisengegenstände.
(Gut und billig; verträgt hohe Hitzegrade.)
Gewöhnliches Erdpech (Asphalt) schmelzt man in einem Kessel und fügt unter beständigem Rühren so lange gereinigtes Petroleum hinzu, bis eine Probe nach dem Erkalten die nötige Dicke zeigt, um mit einem Pinsel aufgetragen zu werden."

Das klingt doch simpel. ... hmmmm: Petroleum heiß machen tongue
Da muss ich dann wohl eine Fabriksanlage bauen wink

Wie ich allerdings an "Syrischen Asphalt" komme, weiß ich noch nicht. ... na ja, vielleicht finde ich ja doch einen Fabrikanten, der die Versuche bereits hinter sich hat ...

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